VillachMuseum für Kirchtag, Fasching und Bauerngman geplant

Villacher Aushängeschilder sollen unter einem Dach ganzjährig präsent sein. Suche nach Standort in der Altstadt läuft. Träger der Touristenattraktion wird die Stadt sein.

Allianz für das Museum: Vodicka-Unterweger, Sandriesser, Bartl, Kunz, Albel (von links) © Weichselbraun
 

Gernot Bartl, langjähriger Kanzler der Faschingsgilde und Geschäftsführer des Kirchtagsvereins, trägt die Idee schon lange mit sich herum, nun geht’s in die Zielgerade: Fasching und Kirchtag sollen ein Museum bekommen, gemeinsam mit der Bauerngman, von der einst die Initiative zu beiden Festen ausgegangen ist. Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Standort in der Altstadt.

„Von Menschen, die Villach besucht haben, bin ich immer wieder gefragt worden, wo man etwas über den Fasching und den Kirchtag erfahren kann“, sagt Bartl, dem kein Museum im klassischen Sinn vorschwebt. „Es geht ja um Geselligkeit, also gehören da ein kleiner Gastronomiebereich und natürlich ein Souvenirshop dazu.“ Der Zeitpunkt für das Projekt ist perfekt: Im kommenden Jahr findet der 75. Villacher Kirchtag statt. Außerdem feiert die Bauerngman, die das Brauchtumsfest wesentlich trägt und prägt, ihr 110-Jahr-Jubiläum. Aus der Gman ist übrigens auch die 1966 gegründete Faschingsgilde hervorgegangen: 1955 stellten die „Bauern“ den ersten Faschingsumzug auf die Beine, 1961 die erste Faschingssitzung.

„Bauerngman, Kirchtag und Fasching sind identitätsstiftend für Villach. Das Museum wird eine Bereicherung für unsere Altstadt, inhaltlicher Natur ebenso wie wirtschaftlich als Touristenattraktion“, ist Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) überzeugt. Träger des ganzjährig geöffneten Museums soll die Stadt sein. Die FPÖ signalisiert Zustimmung zu den dafür notwendigen Beschlüssen. Stadtrat Erwin Baumann: „Bedingung ist ein Standort in der Altstadt.“

Vereine sind dabei

Unterstützt wird das Projekt von Faschingsgilde, Kirchtagsverein und Bauerngman. „Das wird eine tolle Werbung für beide Veranstaltungen“, sagt Kirchtagsobfrau Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser (SPÖ), während Faschingskanzler Kuno Kunz und Großbauer Michael Vodicka-Unterweger versprechen: „An kuriosen Ausstellungsstücken wird es nicht mangeln. Wir haben spannende Leihgaben.“

Kommentare (2)

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einheimischer
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Gibt sicher wichtigeres in Villach als dieses Museum für die Saufvereine

.....aber da Villach ja so eine reiche Stadt ist ,wird das Geld mit vollen Händen rausgeworfen.....ausserdem stehen in Villach ,soviele Geschäftsräumen leer,welche Villach nur an sich selber günstigst vermietet....

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dievillacherin
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Ganz wichtig ! Das geht uns noch ab.

Kann man öffentliche Gelder nicht besser anders
verwenden? Das braucht ja wirklich niemand.

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