Villacher KirchtagSchausteller hüpft vor Ärger hoch und nieder

Als Franz Printschler seine Hüpfburg am Kinderkirchtag aufbauen wollte, war der im Vorfeld zugesagte Platz belegt. Kirchtags-Geschäftsführer spricht von einem Versehen. Der Schausteller hat einen Anwalt eingeschaltet.

Franz Printschler sucht nach Gästen für seine Hüpfburg hinter ihm an der Ecke Ringmauergasse-Drauparkstraße © Andreas Jandl
 

Franz Printschler, er ist Schausteller auf dem Kinderkirchtag, könnte derzeit vor Ärger hoch und nieder hüpfen. Grund dafür ist eine Meinungsverschiedenheit mit Kirchtags-Geschäftsführer Joe Presslinger. Für Printschlers Piraten-Hüpfburg war nämlich in einer ersten Standortplanung ein Platz auf dem Hans-Gasser-Platz vor der Bank Austria zugesichert worden. Als Printschler, er kommt aus der Region Villach und ist seit mehreren Jahren auf dem Kirchtag vertreten, am Montag seine Burg aufblasen wollte, war auf dem ihm zugesagten Standort plötzlich ein anderes Fahrgeschäft platziert.

"Da wird einem langjährigen Kärntner Schausteller plötzlich der 1A-Platz weggenommen und einem aus Wien gegeben. Dieser Betrieb war auf dem mir zugeschickten Plan nicht einmal angeführt", zürnt Printschler in Richtung Presslinger. Nachsatz des Schaustellers: "Das ist Betrug, ich habe bereits einen Anwalt eingeschaltet. Ich war darauf nicht vorbereitet und wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich habe die Rechnung für den Platz auch schon bezahlt."

In diesem Bereich am Hans-Gasser-Platz wäre die Hüpfburg ursprünglich eingeplant gewesen Foto © Andreas Jandl

Der von Presslinger angebotenen Ersatzsatzstandort in der Drauparkstraße stieß bei Printschler auf wenig Gegenliebe: "Dieser Standort ist nicht vergleichbar und sicher keine 1A-Lage. Ich hätte dort zu wenig Platz gehabt." Daraufhin stellte der Kärntner seine Hüpfburg ein paar Meter näher Richtung Ringmauergasse auf, allerdings schlecht sichtbar und "umzingelt" von anderen Fahrgeschäften. "Dieser Standort ist für mich existenzbedrohend, die Kunden bleiben aus", sagt Printschler erbost.

Ludwig Rieger, Fachgruppen-Obmann der Schausteller in Wirtschaftskammer, versteht, dass sich Printschler ärgert: "Es ist hinterfragenswert, warum ein Schausteller aus der Region auf seinem Kirchtag benachteiligt wird. Das würde woanders in dieser Form nicht vorkommen." Rieger bezweifelt auch, ob das Angebot, dass Printschler "verdrängt" hat, eine Bereicherung für den Kirchtag ist.

Kirchtags-Chef Presslinger sieht die Sache anders: "Es gibt keine Standplatzgarantie bei uns, aber eine einheitliche Tarifordnung. Es war keine Absicht. Die neue Platzvergabe war wegen Zu- und Absagen von Schaustellern notwendig, den neuen Plan gibt es seit rund 14 Tagen. Ich habe allerdings in der Hektik vergessen, Franz Printschler anzurufen, das muss ich auf meine Kappe nehmen. Er hat aber ein faires Ersatzangebot bekommen. Und der von uns angebotene Ersatzplatz in der Drauparkstraße ist auch gut, er wurde von Printschler einfach abgelehnt."

 

 

 

Kommentare (2)

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pink69
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Presslinger?

... eh bald Geschichte... sehr arrogant ...

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einheimischer
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joe p.....da war doch etwas...der herr wichtig und lässig

das ist doch diese person,welche auf seinem elektorroller telefonierend durch villach fährt....hat der keinen führerschein....kennt der keine verkehrsregeln....normalen villachern ist das verboten, nichtmal auf dem fahrrad darfst das...was sagt der bürgermeister oder die polizei dazu...ein leuchtendes vorbild ,das verkehrsregeln nur für das niedere villacher volk gelten....auch auf einem elektrooller darf man nicht telefonieren und fahren....vielleicht bekommt der herr mal eine nachschulung....aber wichtig und lässig schaut es schon aus....es gilt die usv

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