VillachUnfall-Erstaufnahme im LKH wird evaluiert

Vor zwei Jahren wurde die Unfall-Erstaufnahme im LKH Villach umgebaut. Patienten kritisieren das System mitunter, jetzt wird adaptiert.

Pflege-Leiterin Ingeborg Skergeth begleitet die Umgestaltung im Erstaufnahmebereich © Hannes Pacheiner
 

Das sogenannte „Manchester Triage“-System (MTS) löst bei manchen Patienten des LKH Villach noch immer Irritation aus. Bereits vor zwei Jahren wurde der Unfall-Erstaufnahmebereich im Krankenhaus umgebaut. Betritt ein Patient den Empfangsbereich, fehlt für ihn im ersten Moment eine Ansprechperson. Via Zettel wird er darauf hingewiesen, dass der Bereich videoüberwacht ist und er ehestmöglich versorgt wird. „Wir sehen die Patienten über die Kamera und stufen die Versorgung nach Dringlichkeit ein“, erklärt Ingeborg Skergeth, Abteilungsleiterin der Pflege. Der Vorteil des „Manchester Triage“-Systems: „Sekretärin und gehobener Pflegedienst können in einem Raum Seite an Seite arbeiten. Der Patient muss seine Unfallgeschichte also nur einmal erzählen, Datenerhebung und Erstversorgung können zeitgleich erfolgen. Damit der Datenschutz gewährleistet bleibt, muss das allerdings hinter verschlossenen Rollläden passieren“, erklärt Skergeth.

Das System, mit dem in Kärnten im Klinikum Klagenfurt und in Villach gearbeitet wird, wird von vielen Patienten gut angenommen, die fehlende Präsenz sorge aber immer wieder für Irritation. „Eine Evaluierung unter 267 Patienten hat ergeben, dass wir an unsere Sichtbarkeit arbeiten müssen. Das werden wir jetzt mittels Animationsfilmen und Piktogrammen tun. Menschen sollen sich sofort begleitet fühlen“, sagt Skergeth.

Positiv am System wurde die effizienter Behandlung und der genaue Zeitplan rückgemeldet. „Patienten erfahren gleich, wann sie dran kommen. Sollte sich der Zeitplan nach hinten verschieben, werden sie informiert.“ Bei wirklichen Notfällen wird sofort gehandelt. „Wir sehen den Patienten ja gleich und reagieren unmittelbar, wenn es sich um einen Notfall handelt“, beruhigt die Abteilungsleiterin. Am System wolle man im Krankenhaus aufgrund des guten Zeitmanagements jedenfalls festhalten.

Kommentare (1)

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tschifudl1
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also...

man sollte doch auf allen "Vieren" in die Station kriechen da über die Kamera die Stufe der Versorgung die Dringlichkeit bei den Patienten festgestellt wird. Also sehr EIGENARTIG. Hoffentlich muss man sich nicht auch noch selbst verbinden bzw. operieren.

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