Europaweites Projekt

Infineon forscht an innovativen Energiespar-Chips

Am Standort Villach wird ein 87 Millionen Euro schweres Projekt mit 39 namhaften Partnern gestartet. Mit einem neuen Material soll der Stromverbrauch von Netzteilen deutlich reduziert werden.

Infineon PK Energiesparchips Sabine Herlitschka Peter Kaiser Andreas Wild Herbert Pairitsch
Von links: Alexander Wild (ECSEL), Sabine Herlitschka und Herbert Pairitsch (Infineon), LH Peter Kaiser © Helmuth Weichselbraun
 

An positiven Nachrichten hat es in Kärnten in den letzten Wochen gemangelt. Jetzt ist Infineon in die Bresche gesprungen: Unter der Leitung von Infineon Österreich wird am Standort Villach das Forschungsprojekt PowerBase mit einem Projektvolumen von 87 Millionen Euro und 39 namhaften Partnern aus ganz Europa gestartet. Power Base entwickelt eine neue Generation von Energiesparchips und rüstet sie für den kostengünstigen industriellen Masseneinsatz in Smartphones, Laptops und vielen weiteren Anwendungen. Das Spannende an der Entwicklung der Leistungshalbleiter ist das neue Material Galliumnitrid, ein Abfallprodukt aus der Aluminiumindustrie.

Energiesparchips sparen Kraftwerk ein

„Ein wesentliches Stück Europa findet bei uns statt“, gab sich die Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria, Sabine Herlitschka, euphorisch. Es sei das größte von Österreich geleitete Kooperationsprojekt im Bereich der Mikroelektronik weltweit. Es würde den Standort Villach als Kompetenzzentrum für die Leistungshalbleiter-Elektronik weiter absichern. „Wir sind damit Treiber für die Exzellenz, die uns einen Wettbewerbsvorteil auf globalen Märkten sichert“, so Herlitschka. Die Energieersparnis sei enorm. „Allein für alle Laptops weltweit werden rund eine Milliarde kWh eingespart“, so Herlitschka. Das entspricht einem mittleren Donaukraftwerk.

Power Base basiert auf einer Private Public Partnership zwischen Industrien, Staaten und ECSEL, dem europäischen Unternehmen zur Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand. Für Landeshauptmann Peter Kaiser war dieser Termin ein Schritt heraus aus dem „Tal der Tränen“. Diese Initiative rücke das Land positiv in den Mittelpunkt. Trotz Sparvorgaben sei die Schaffung eines Hightech-Umfeldes eine zukunftsweisende Aufgabe. „Im Regierungsprogramm werden wir die drei „I“ verankern, so Kaiser, der darunter Innovation, Investition und Internationalität versteht.


ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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