Liebenfels

So funktioniert der "Escape Dungeon" in Sörg

Wie funktioniert der „Dungeon“ in Sörg? Redakteurin Sandra Müllauer begab sich auf eine gruselige Ausbruchs-Mission.

© Helmuth Weichselbraun
 

Ihr habt jetzt eine Stunde Zeit, um auszubrechen“, sagt Spieleleiter Hilmar Pfeiffer, dreht die Sanduhr um – und geht. „Das sind ja wirklich Stahlfesseln“, denke ich mir, während sich meine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnen. Die Wand hinter mir ist feucht, mein Blick wandert bereits im Raum umher, sucht nach einem Ausweg.

In Sörg in der Gemeinde Liebenfels gibt es eine neue Attraktion – eine Art „Escape Room“, ähnlich derer in Klagenfurt und Villach, jedoch mit einem Unterschied. Das Szenario des sogenannten „Dungeons“ spielt im Mittelalter, und genau dorthin versetzt fühlen wir uns in dem Kerker. Es ist kalt und dreckig.

Dem Schafott entkommen

Zwischen zwei und sechs Leute können das Abenteuer gemeinsam wagen. Also habe ich vier Freunde zusammengetrommelt, um „auszubrechen“. Zu Beginn bekommen wir die Geschichte erklärt. „Ihr habt die Kinder des Herzogs geärgert und es sind schon Leute für kleinere Vergehen unter dem Schafott gelandet“, erklärt der Spieleleiter. „Euer Glück ist nur, dass der Wärter wohl fauliges Wasser getrunken hat und so immer wieder eine ganze Stunde auf dem Abort sitzt.“ Diese 60 Minuten haben wir nun Zeit, uns aus unseren Fesseln und anschließend aus Zelle und Verlies zu befreien.

 

Liebenfels: Dungeon in Sörg

Seit Juni gibt es in Sörg in der Gemeinde Liebenfels einen "Dungeon"...

Helmuth Weichselbraun

...es handelt sich dabei um eine Art "Escape Room" im Mittelalterstil. 

Helmuth Weichselbraun

60 Minuten laufen in der Sanduhr ab.

Helmuth Weichselbraun

Ausgedacht hat sich alles Hilmar Pfeiffer.

Helmuth Weichselbraun

Klicken Sie sich durch die "Ausbruchs"-Bilder...

Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
Helmuth Weichselbraun
1/14

Auch die Regeln und Sicherheitshinweise bekommen wir erklärt. Es ist ungefährlich, der Keller, in dem sich das Szenario abspielt, wurde renoviert. „Ich weiß, dass man es den Räumen nicht ansieht, aber außer dem Boden wurde alles saniert, renoviert und schließlich wieder ,auf alt’ gemacht“, berichtet Pfeiffer. „Sollte aber doch jemand Angst bekommen, lassen sich sämtliche Türen und Schlösser im Notfall via Panikknopf öffnen.“ Auch wird alles videoüberwacht, der Spieleleiter ist immer „dabei“.
Dann werden wir in unsere Zelle geführt und angekettet. Einzige Lichtquelle sind LED-Kerzen und -Fackeln – aus Sicherheitsgründen wurde auf echtes Feuer verzichtet.

Level eins habt ihr geschafft, aber schon bald werden Level zwei und drei fertiggestellt. 

Hilmar Pfeiffer, Betreiber

Der Ausbruch beginnt. Schnell wird klar: Alleine geht es nicht, nur im Team schafft man es nach draußen. Sind die Fesseln gelöst, stehen wir immer noch hinter zwei verschlossenen Türen. Schnell finden wir eine Nachricht, hanteln uns so weiter von Hinweis zu Hinweis, von Rätsel zu Rätsel. Selbst wenn ich weiß, dass nichts passieren kann, schaffe ich es nur mit Überwindung und Gänsehaut, meine Hand in eines der dunklen Löcher zu stecken. Einmal kommen wir nicht weiter, aber eine düstere Stimme führt uns auf den richtigen Weg.

„Das Geheimnis des Kristallschädels“ heißt das erste Level des Dungeons von Betreiber Hilmar Pfeiffer Foto © Helmuth Weichselbraun

Nach 50 Minuten haben wir es geschafft, sind Wärter und Schafott entkommen. Der Spieleleiter holt uns beim Ausgang ab. Der absolute Rekord lag übrigens bei einer knappen halben Stunde. „Das war frustrierend, kam aber zum Glück nicht oft vor“, erzählt Pfeiffer.

„Schade, dass es schon vorbei ist“, sind wir uns einig, als wir – wieder zurück im Tageslicht – den Staub abklopfen. Pfeiffer: „Ja, Level eins habt ihr geschafft, aber schon bald werden Level zwei und drei fertiggestellt. Da geht die Geschichte dann weiter . . .“

"Dungeon-Escape"

Kerkerflucht. Im Juni wurde der „Escape Room“ im Mittelalterstil eröffnet. Rund 6000 Euro investierte der Betreiber – das meiste davon in die Renovierung des 500 Jahre alten Brauerreikellers

Adresse. Sörg 5 in der Gemeinde Liebenfels

Preis. Zwischen 15 und 29 Euro pro Person

Infos. Telefon 0676-943 30 03 oder auf der Website www.dungeon-escape.com

Kommentieren

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.