Wird Kuenz Landesrat?
In der Landespolitik bahnt sich eine politische Sensation an: Ex-ÖVP-Bezirksparteichef könnte in die Tiroler Politik zurückkehren.

Foto © HatzHermann Kuenz jubelte im September 2001 bei seiner Wahl zum Bezirksparteiobmann
I n der Tiroler Landespolitik wird derzeit eine Reihe von Personen in den neun Bezirken in einer Umfrage abgefragt. In den letzten Tagen läuteten bei dutzenden Bürgern in Osttirol die Telefone heiß und auf der Frageliste standen aus den Reihen der Volkspartei unter anderen die Abgeordneten Verena Remler, Elisabeth Greiderer, Andreas Köll, Bauernbundobmann Martin Mayerl, ÖVP-Bezirksparteichef Erwin Schiffmann - und Hermann Kuenz.
Wobei der Name des Dölsacher Obstbauern, der sich 2003 völlig überraschend als Abgeordneter und ÖVP-Bezirksparteichef aus privaten Gründen von der politischen Bühne verabschiedete, die Sensation schlechthin ist. Damit nicht genug des möglichen Comebacks von Kuenz.
Regierungsumbildung?
In der Landespartei wird von den Strategen Rainer Nigg und Hauptgeschäftsführer Martin Malaun eine Neuausrichtung der ÖVP schon von langer Hand vorbereitet. Dazu soll laut Insiderinformationen aus Innsbruck eine Regierungsumbildung im Raum stehen. Immerhin zieht es Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf aus privaten Gründen in die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Ausgetauscht werden sollen auch Wirtschaftslandesrat Christian Switak und Landeshauptmannstellvertreter und Bauernbundobmann Anton Steixner.
Da schließt sich der Kreis zur Rückkehr von Kuenz auf der politischen Bühne. Er könnte für Steixner als Landesrat Osttirols Spitzenkandidat für die Landtagswahlen im Herbst 2012 oder im Frühjahr 2013 werden. Damit wäre die Bezirkspartei all ihre Sorgen los und hätte auf einen Schlag vier Mandatare - Remler, Köll, Greiderer und eben Kuenz - der Wählerschaft anzubieten. Parteichef Schiffmann zeigt sich verwundert: "Wir wissen von einer Abfrage, aber nicht wer was in Auftrag gegeben hat."







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