Bürgermeister verschwieg Aktion: Mölltaler Handymast erregt die Gemüter
Eilig aufgestellter Handymast erregt in Stall im Mölltal die Gemüter. Bürgermeister Peter Ebner informierte niemanden, Errichter ist Mobilcom.

Foto © LiebhartVizebürgermeister Christian Fercher zeigt den neuen Handymast in Stall im Mölltal, der in der Bevölkerung die Wogen hoch gehen lässt - bis zum Bau wusste niemand etwas davon
Helle Empörung herrscht im 1860 Einwohner zählenden Ort Stall im Mölltal, denn quasi über Nacht wurde ihnen ein Handymast vor die Nase gesetzt. Bürgermeister Peter Ebner (SPÖ) hat zum Bauvorhaben niemanden informiert, nicht einmal seine Fraktionskollegen.
Nacht- und Nebelaktion. Die Errichtung des Masten auf dem Grundstück eines Kfz-Werkstättenbetreibers war eine Nacht- und Nebelaktion im wahrsten Sinn des Wortes: Es wurde sogar in der Nacht gearbeitet. Als durchsickerte, dass hier ein Handymast entsteht, startete Doris Pirker (BZÖ) eine Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben. An die 300 Bürger unterschrieben, auch SPÖ Mandatare. Zu spät - denn innerhalb von zwei Tagen stand der Mast. "Uns stört die Vorgangsweise des Bürgermeisters massiv. Wir sind nicht gegen den Handymast, aber dieser Standort ist völlig ungeeignet. Der Mast steht in einer Senke, ist 16,5 Meter hoch und die Strahlung fällt dadurch voll auf den Ort, wo auch die Volksschule steht", erklärt Pirker.
Im Gemeinderat Sie und Vizebürgermeister Christian Fercher (Namensliste ULS - Unabhängige Liste Stall) werden am Samstag bei der Gemeinderatssitzung (Beginn 16 Uhr) einen Dringlichkeitsantrag gegen die Inbetriebnahme des Handymasten einbringen. "Ich staunte nicht schlecht, als ich vorgestern in der Vorstandsitzung um Einsicht in den Akt ,Handymast' bat und feststellte, dass seit Oktober 2008 die Errichtung ins Auge gefasst wurde. Man hätte die Bevölkerung in dieses sensible Thema einbinden müssen", sagt Fercher.








Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.

