"Im Tiefschnee lauert derzeit der Tod"
Lawinenabgang am Goldeck sorgt für Diskussionen. Spittaler Bergrettung hat im Skigebiet Sicherheitsnetz geknüpft, welches als Modell für andere Regionen dienen könnte.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL Bergrettung ist jetzt mehrsprachig unterwegs
Ich bin froh und dankbar, dass ich lebe." So kommentierte Montagabend in seiner Spittaler Ordination ein Zahnarzt (47) aus Pörtschach den Lawinenabgang, den er Montag gegen 13 Uhr am Goldeck wie durch ein Wunder überlebt hatte. Sein Freund und Begleiter, ein 19-jähriger Student aus Pörtschach, hatte im Lawinenkegel nur den Kopf und eine Hand aus dem Schnee ragen gesehen.
Mit übermenschlichen Kräften schaufelte der 19-Jährige mit seiner Lawinenschaufel binnen weniger Minuten den Mediziner unverletzt frei. "Wir sind froh und glücklich, dass der Lawinenabgang glimpflich ausgegangen ist", sagt Michael Unterlerchner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Spittal. Fünf seiner Bergretter waren, wie an jedem Werktag, zum Zeitpunkt des Unglückes am Goldeck unterwegs. "Wir haben im Herbst mit den neuen Eigentümern des Skigebietes ein Sicherheitskonzept erarbeitet", sagt Unterlechner. Dieses beinhaltet unter anderem den freiwilligen und von der Bergrettung unentgeltlich geleisteten Pistendienst. "Am Wochenende wird auf acht bis zehn Mann aufgestockt. Alle sind mit Eifer und Begeisterung bei der Sache", freut sich Unterlerchner. Ende März feiert die 62 Mann starke Ortsstelle das Jubiläum "50 Jahre Pistendienst". Durch die labilen Schneelagen rät Unterlerchner derzeit allen Skifahrern dringend davon ab, die gesicherten Pisten zu verlassen. "In den Tiefschneehängen lauert der Tod", warnt er nachdrücklich. Selbst für erfahrene Profis lasse sich das Risiko überhaupt nicht mehr abschätzen. Übrigens: nicht nur am Goldeck, sondern im gesamten Oberkärntner Raum.








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