Biotop als Schutz vor Mast
Standort für geplanten Handymast in Obermillstatt könnte sich als schützenswertes Feuchtgebiet herausstellen. Naturschutz wird den Fall prüfen.

Foto © RaunigMast als Bedrohung: Theuermann vom 1. Bio-Nichtraucher-Hotel Österreichs fürchtet um Betriebs-Existenz
An einen Rettungsanker klammern sich Obermillstatts Touristiker in Bezug auf den geplanten Handymast, denn der Standort könnte ein schützenswertes Feuchtgebiet sein.
Brigitta Theuermann, Chefin des Biohotel Alpenrose, erinnert sich, dass sie Ende der 1980er-Jahre von der Bezirkshauptmannschaft (BH) Spittal zu einer Strafe verurteilt wurde, weil sie Erde auf ihrem Grundstück, das genau an jenes für den vorgesehenen Mast grenzt, abgelagert hatte. "Grund war, dass sich die Wiese als Feuchtgebiet herausgestellt hat. Dieses Biotop könnte bis in die Nachbarwiese reichen", schildert Theuermann. Die BH hat die naturschutzrechtliche Bewilligung, als Voraussetzung für den Bau des Masts, noch nicht erteilt.
Schaden für die Natur
Bezirkshauptmann Klaus Brandner: "Der Naturschutzsachverständige wird den Standort nochmals genau prüfen. Auf sein Urteil verlassen wir uns dann auch." Der Spittaler Handyrebell Johann Kuhn, der der Obermillstätter Bürgerbewegung mit Rat und Tat zur Seite steht, warf die Frage auf, ob Handystrahlung nicht auch der Natur und den Tieren schaden könnte. Brandner dazu: "Diesen Aspekt können wir aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage nicht einbeziehen, zumal die Bewilligung für die Errichtung des Senders die Fernmeldebehörde und nicht die BH erteilt."
Theuermann, Werner Biller - Betreiber des Soami-Yogazentrums in Obermillstatt - und viele Bürger, appellieren an die Telekom, die Errichtung des Masts zu überdenken. Neben gesundheitlicher Belastungen wäre auch die Existenz vieler Tourismusbetriebe gefährdet: "Sensible Gäste achten immer stärker darauf, in strahlungsarmen Regionen zu buchen", betont Theuermann.








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