Musik beflügelt nun Heimbewohner
Sechs freiwillige Helfer brachten einem Bewohner des Pflegeheims Mühldorf seinen Flügel ins Haus. Der Mann will sich dafür musikalisch bedanken.

Foto © KK/PrivatDie Helfer machten Leitner (links) mit der Nachlieferung des Klaviers glücklich
Einem der Bewohner des Altenwohn- und Pflegeheimes in Mühldorf konnte ein besonderer Wunsch erfüllt werden: Ernst Leitner (69) aus Greifenburg ist auf den Rollstuhl angewiesen und wohnt seit einem Jahr in der Betreuungseinrichtung in Mühldorf. Er ist sehr belesen und auch die Musik war zeit seines Lebens ein wichtiger Bestandteil seines Alltages. Darum vermisste er sein eigenes Klavier, welches er beim Umzug von Greifenburg nach Mühldorf zu Hause lassen musste.
"Der Leitung des Altenwohn- und Pflegeheimes in Mühldorf ist es ein großes Anliegen, den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, ihr neues Lebensumfeld im Hause so persönlich wie möglich zu gestalten", sagt Leiterin Karin Avender und aktivierte mit Margit Rogi die guten Kontakte, die zwischen Heim und Mühldorfer Bevölkerung bestehen. Freiwillige Helfer haben es so ermöglicht, dass Ernst Leitner sein Klavier - einen Gustav-Hofbauer-Flügel - nachgeliefert bekam.
Noten gesucht
Sabine Peharz, die Mitarbeiterin vom Dorfservice Lurnfeld und Mühldorf organisierte eine Hilfskette: Kika Spittal stellte einen Möbelwagen kostenlos zur Verfügung, die Familie Leitner in Greifenburg hat das Einladen organisiert, die freiwilligen Helfer in Mühldorf das fachgerechte Transportieren und Aufstellen des Flügels, der nun in der hauseigenen Kapelle des Seniorenwohnheimes einen neuen Standort und auch eine neue Bestimmung gefunden hat.
Hier hat Leitner nämlich nicht nur ausreichend Platz und Zeit zum Üben. Er bot sich auch an, Feiern im Haus musikalisch zu begleiten. Einen Herzenswunsch hätte der begeisterte Pianist aber noch: Leider sind viele seiner alten Noten nicht mehr auffindbar, deshalb würde er sich sehr über gespendete Klaviernoten freuen.
Features
Die Helfer
Beim Klaviertransport zugepackt haben: Thomas Gasser, Markus Lindner, Kurt Fürstauer, Karl Stöflin, Joschi Peharz und Siegfried Egger (von links). Letzterer hatte bei einem Besuch bei seiner Mutter von der Aktion gehört und hat als Tischler die Reparatur des Klavierdeckels in Angriff genommen.







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