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Zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 um 20:45 UhrKommentare

Maria Wilhelm: "Promenaden machen uns unverwechselbar"

Warum Millstatt unbedingt einen "See walk" haben sollte und welche Ideen sie für die Promenaden hat, erklärt Touristikerin Maria Wilhelm.

Maria Wilhelm im Interview mit Redakteurin Andrea Steiner im Kap 4613: "Kosmetik und Behübschung reicht nicht. Der Millstätter See muss für den Gast mit allen Sinnen erlebbar werden"

Foto © SteinerMaria Wilhelm im Interview mit Redakteurin Andrea Steiner im Kap 4613: "Kosmetik und Behübschung reicht nicht. Der Millstätter See muss für den Gast mit allen Sinnen erlebbar werden"

Sie entwickelte die Promenaden und Logenplätze für den Millstätter See. Der See soll von Döbriach über Millstatt bis Seeboden sowie in Verbindung mit den Artists Residences am Südufer ein Erlebnisraum werden. In Millstatt wurde der geplante "See walk" zum Aufreger.

Warum, Frau Wilhelm, braucht Millstatt unbedingt einen "See walk", um in Zukunft touristisch bestehen zu können?

MARIA WILHELM: Urlaubsentscheidungen werden zugunsten von Erlebnisräumen getroffen. Wir bieten Urlaub am See an und die Kernkompetenz des Sees sind nun einmal Promenaden. Gäste sowie Einheimische wollen den See sehen, berühren, riechen, erleben. Das Kap 4613 ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel. Um das Thema Promenade zeitgemäß und unverwechselbar umzusetzen, braucht es Visionen. Eine davon ist der "See walk".

Welche Funktion ist dem "See walk" zugedacht?

WILHELM: Die Vision lautet, die bestehende Wegverbindung zwischen Kap 4613 und Klotzlende als Promenade zwischen Ost und West neu zu definieren. Als Nord-Süd-Verbindung soll der "See walk" in Wellenform von der Bar "Full House" über die Strandpromenade in den See hineingebaut werden. Am Ende soll eine Plattform mit Torsituation als Tor des Windes warten. Dieser Bereich soll dann auch als Schiffsanlegestelle dienen."

Welche Ideen haben Sie für die bestehende Promenadenverbindung?

WILHELM: Am Schillerstrand soll das Thema "Alpen Adria" vorherrschen. Ich kann mir eine Galerie im See vorstellen, die von Künstlern aus Gmünd oder Mille Statue bestückt wird. Die bestehende Ufermauer soll sanften Treppen weichen, die zum Verweilen im See einladen. Der Bereich "Segelschule" bei der Villa Verdin könnte das Motto "Sommerfrische" erhalten und bei der Klotzlende soll der See ebenfalls berührbar werden. Statt der alten Uferbefestigung sollen große Würfel im See, die mit Jahreszahlen auf die Geschichte Millstatts neugierig machen, den Besucher ins Wasser locken und den See erlebbar machen.

Wie definieren Sie den See als einen einzigen Erlebnisraum?

WILHELM: Das Konzept sieht vor, dass Döbriach, Millstatt, Seeboden, das Südufer und die Berge miteinander thematisch zu Berg- und Seeberührungen vernetzt werden. Der Bücherturm in Döbriach und die Landschaft im See in Seeboden sollen so wie der "See walk" zugleich Schiffsanlegestellen sein und mit den Promenaden als einen einzigen Erlebnisraum dem Gast einen staunenden Wow-Effekt vermitteln.

ANDREA STEINER

Die Visionen

Promenade beim Kap 4613. Dieser Bereich, der auch als Radweg genutzt wird, muss komplett saniert werden. Logenplätze sollen Zweisamkeit mit Seeblick schaffen.

Strandpromenade. Hier soll der "See walk" eine Nord- Ost-Verbindung von der Bar "Full House" über den Park bis in den See hinein werden. Am Ende des wellenförmigen Steges soll ein Tor des Windes den See spürbar machen. Hängende Gärten, ein Labyrinth, Kinderspielbereich sowie Plätze für Zweisamkeit in speziellen Möbeln sollen die Strandpromenade unvergleichlich machen.

Schillerstrand. Alpen-AdriaSchwerpunkt mit Galerie im See und Plätzen, die statt der Ufermauer im seichten Seebereich zum Verweilen einladen.

Klotzlende. Würfel mit Jahreszahlen im Uferbereich sollen auf die Kultur und Geschichte des Ortes neugierig machen. Spielerischer Seezugang.

Zur Person

Maria Wilhelm, Geschäftsführerin der Millstätter See Tourismus GmbH, entwickelte das Projekt "Promenaden und Logenplätze am Millstätter See".

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