"See walk" am Scheideweg
Großteil der Millstätter Gemeinderäte spricht sich gegen "See walk" aus. Projektentwicklerin Maria Wilhelm hofft weiterhin auf Realisierung.

Foto © Repro: StöflinDer "See walk" ist eine Promenade in den Millstätter See hinein. Gegner kritisieren "fragwürdiges Großprojekt"
Wollen wir in der neuen Marke Kärnten ein touristischer Player sein oder nicht? Diese Frage habe ich gestellt und die Antwort lautete: Wir wollen ein Leitplayer in Kärnten sein", schickt Maria Wilhelm, Geschäftsführerin der Millstätter Tourismus GmbH und "Erfinderin" der Promenaden und Logenplätze voraus.
"Unser Leitprodukt ist Urlaub am See und dafür ist es unerlässlich, bestehende Promenaden neu aufzuladen. Spektakuläre See-Einbauten würden dieses Ziel erfüllen", sagt Wilhelm. Für, morgen, Donnerstag hat sie einen Workshop einberufen, der bereits im Vorfeld für Kritik sorgt.
Kritik von anderen Parteien
Gemeinderat Josef Hofer (NHK), fordert aufgrund der angespannten finanziellen Situation "den sofortigen Ausstieg um weitere Planungskosten zu vermeiden". Gemeindevorstand Johann Schuster (LIM): "Die Kunstbauten halte ich für den falschen Zugang, um den Tourismus weiterzuentwickeln. Weder die behördlichen Voraussetzungen noch die Folgekosten sind geklärt." Vizebürgermeister Florian Maier (FPK): "Obwohl mir der "See walk" in Millstatt anfangs ganz gut gefallen hat, ist dieser See-Einbau aufgrund des enormen finanziellen und technischen Aufwands nicht umsetzbar." Gemeinderat Otto Glanznig (BZÖ): "Ich habe vor allem Bedenken in technischer Hinsicht." Gemeinderat Anton Pertl (FPÖ): "Badehaus und Promenade - beides geht nicht. Alles, was am Ufer gebaut wird, ist okay, zu Einbauten in den See gibt es keine Zustimmung." Die ÖVP hält in Millstatt neun Mandate, die "See walk"-Gegner zusammen 14 Mandate.









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