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Zuletzt aktualisiert: 22.06.2011 um 20:30 UhrKommentare

Markierungen müssen entfernt werden

Nach Kritik der Grünen forderte das Land die Gemeinde Lurnfeld auf, die Parkflächen-Markierung auf dem deutlich zu schmalen Gehwegen im Zentrum Möllbrückes zu beseitigen.

Nun ist es amtlich, dass die Bodenmarkierung am Gehweg im Zentrum von Möllbrücke zu entfernen ist. Wie berichtet, sahen sich die Grünen Lurnfeld und die Bezirksgruppe Spittal des Österreichischen Zivilinvalidenverbands (Öziv) vor einem Jahr veranlasst, öffentlich Kritik an den zu engen Gehsteigen zu üben, denn sie werden teilweise als Parkflächen genutzt und sind als solche weiß markiert. Ein Ortsaugenschein im Herbst 2010 ergab, dass die Breite des Gehweges zwischen 84 und 114 Zentimeter beträgt. "Zu eng für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Rollator-Benützer", befand damals Öziv-Obmann Kurt Hofer.

Parken verboten

Josef Weißegger von der Abteilung Infrastruktur des Landes forderte die Gemeinde nun auf, die Bodenmarkierung zu entfernen, da sie nicht dem Gesetz entspreche: "Grundsätzlich gilt, dass Halten und Parken auf Gehsteigen verboten sind. Sollte dennoch ein Parkstreifen markiert sein, müsse der verbleibende Gehsteig eine Mindestbreite von 1,5 Metern aufweisen." Günther Kramer, Bezirkssprecher der Grünen, sowie die Grüne-Parteimitglieder Petra Russegger und Elisabeth Angermann brachten den Stein Ende 2010 ins Rollen. Sie stellten im Gemeinderat von Lurnfeld den Antrag auf Aufhebung des Beschlusses, wonach der Gehweg zugunsten der Parkplätze auf eine Breite von bis zu 84 Zentimetern reduziert wurde.

Bürgermeister Rudolf Hartlieb nimmt das Schreiben des Landes zur Kenntnis, was für ihn aber nicht bedeutet, dass die Parkplätze am Hauptplatz verschwinden: "Da wir links und rechts der Hauptstraße Gehwege haben, werden wir eine Seite auflassen und als Parkfläche nutzen. Wir überlegen auch ein so genanntes ,Shared-Space-Modell' wie es in Gleinstätten in der Steiermark Schule macht, umzusetzen."

Für die Geschäftstreibenden im Zentrum wäre die Auflassung der Parkstreifen laut Hartlieb der sichere Tod, denn niemand gehe zu Fuß 500 Meter, um beispielsweise in der Trafik oder beim Juwelier einzukaufen.

MARTINA PIRKER

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