Ahnungsloser Kärntner zahlte mit Falschgeld
Mann wollte in Wiener Geschäft seine Einkäufe zahlen, da ging der Falschgeldalarm los. "Ich hab die Scheine von der Bank bekommen."

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"Es war eine Albtraum. Ich stand plötzlich als Verbrecher da und wusste gar nicht weiter." Das geschah einem Oberkärntner Mineur, der in Wien bei einem großen Tunnelbauprojekt arbeitet. "Mein Sohn ging am Vormittag zur Bank bei uns im Ort und behob am Schalter bar 300 Euro - zwei 100er-Scheine, einen Fünfziger, zwei Zwanziger und einen Zehner", beschreibt die Mutter des Mineurs die Vorgänge. Anschließend fuhr der Kärntner nach Wien und ging in einen Supermarkt einkaufen. "Als er mit einem Hunderter bezahlen wollte, überprüfte die Kassierin den Schein. Das Testgerät löste sofort Alarm aus", erzählt die Frau.
Anzeige droht. Wenig später war die Polizei im Geschäft. Der Mineur musste zum Verhör. Bei den Befragungen versuchte er den Falschgeldalarm aufzuklären. "Wirklich geglaubt hat mir die Polizei nicht", so der Mann. Nun droht ihm eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.
"Zuerst nicht erinnert". "Als mich meine Sohn angerufen hat und mir die Geschichte erzählte, haben wir sofort die Bank kontaktiert. Dort wollte man sich aber zuerst gar nicht an die Geldbehebung erinnern. Später hieß es, der Transfer sei von einer Überwachungskamera mitgefilmt worden. Auf den Bildern sei eindeutig zu sehen, dass mein Sohn in der Brieftasche, in der er das Geld verstaute, noch andere Scheine hatte", so die Mutter des Mineurs.
Kein Kommentar. Dies stellt der Oberkärntner aber in Abrede. Weitere Überprüfungen laufen noch. Seitens der Bank wollte man den Vorfall nicht kommentieren.
"Theoretisch möglich". "Theoretisch ist es vor allem bei sehr kleinen Geldinstuten, die kleine Wechselgeschäfte über die Kasse abwickeln, möglich, dass auch Falschgeld in Umlauf kommt", warnt Günter Willegger, Leiter der National-Bank-Niederlassung in Klagefurt.
"Fühlen, sehen, kippen". "Wir selbst haben eine über 700.000 Euro teure Maschine, in welcher alle Geldscheine überprüft werden", so der Experte. Als sicherste "Geldquelle" gelten Bankomaten, die ausschließlich mit abgepackten Banknoten bestückt werden. Rechtlich, warnt Willegger, hat jeder Bürger die volle Verantwortung für Geldscheine, die er in Umlauf bringt. "Fühlen, sehen, kippen", diese Regeln sollten beachtet werden und jedem in Fleisch und Blut übergehen.














