Zwist um Kanaltrasse: Anrainer vermutet Geldverschwendung
Soll der Kanal in die Straßenmitte oder zum Rand? Bürger einer Privatstraße in Förolach sind sich nicht einig.
HERMAGOR. "Die Verschwendung öffentlicher Mittel", ortete Frank Zankl bei einer Anrainerversammlung einer Privatstraße in Förolach (Stadtgemeinde Hermagor). "Ich will kein zweites Aich", sagte der Bauer in Anspielung auf die "Kanal-Pleite" in Aich bei Bleiburg und plädierte dafür, den Kanalstrang, der Ende September in dieser Förolacher Straße errichtet werden soll, neben der asphaltierten Straße zu bauen.
In der ersten Fassung des Abwasserverbandes sollte der Kanal in der Straßenmitte gebaut und die Straße eine vier Zentimeter dicke Asphaltschichte erhalten. "Auf einstimmigen Anrainerwunsch wurde dieses Projekt auf dem nicht-asphaltierten Bankett neu geplant und wasserrechtlich bereits bewilligt", sagt Martin Enzi, Abwasserverband Karnische Region.
Nun haben zwölf der 13 Anrainer schriftlich bekundet, dass sie den Kanal doch in der Straßenmitte wollen. Für Zankl, der die Interessen von Tochter Alexandra vertritt, die dort ein Blumengeschäft betreibt, ist die nun wieder gewünschte Bauweise "unnötige Geldverschwendung". Laut Enzi entstünden aber den Anrainern keine zusätzlichen Kosten. Weitere Gespräche werden folgen.
MARGRET KRONHOFER














