Von kühlen zu warmen Stimmen
In Millstatt wurde zum weltliterarischen Text Vokalmusik aus der Renaissance interpretiert.

Foto © kk/MusikwochenIn der Stiftskirche in Millstatt finden die Aufführungen statt
Die Liebe im Gleichgewicht zwischen Körper und Seele, diese ewig aktuelle Frage, die im "Hohelied Salomonis" schon gestellt wird, spiegelt sich in Musik und Wort durch die Jahrhunderte.
Interpretation. Michael Paumgarten und sein hervorragendes Ensemble gingen am Freitagabend bei den Musikwochen Millstatt in der Stiftskirche diesem Faszinosum nach und interpretierten zum weltliterarischen Text Vokalmusik aus der Renaissance.
Viel Applaus. Interessant war dabei zu beobachten, wie bei Kompositionen von Dufay und Desprez noch die schönen, aber kühleren Männerstimmen (eindrucksvoll Vizenzo di Donato und Roberto Quintarelli) vorherrschen, jedoch bei Heinrich Schütz und Isaac Posch die wärmere Frauenstimme (wunderbar Barbara Zanichelli) gut zur Geltung kommen kann. So klingt die 3000 Jahre alte Dichtung frisch und neu. Viel Applaus!













