Fünf Tote auf Kärntner Straßen in nur zwei Tagen
Wieder starben zwei Menschen bei Unfall im Drautal. Schon am Freitag kam für drei Menschen jede Hilfe zu spät. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

Foto © kk/Ffw GreifenburgEin Bild des Grauens bot sich den Rettern nach dem Unfall
Die Schilderungen von Polizisten, Rot-Kreuz-Helfern und Feuerwehrleuten ähneln sich in diesen Tagen. Bereits am Freitag fanden drei Menschen bei zwei schweren Unfällen den Tod auf Kärntens Straßen. Gestern kam es auf der Drautal-Bundesstraße in Berg im Drautal wieder zu einem tragischen Unfall. "Uns bot sich ein schrecklicher Anblick", sagt Fritz Zmölnig, Gemeindefeuerwehrkommandant von Greifenburg. Er stand wie 60 Mann der Feuerwehren Dellach, Berg und Greifenburg im Einsatz.
"Gegen Marterl gewuchtet". Bei einem Überholmanöver war ein Pkw mit drei jungen Menschen ins Schleudern geraten. "Das Auto hat es regelrecht auf ein Marterl gewuchtet", schildert Zmölnig. Für den Lenker, einen 19-jährigen Soldaten aus Dölsach, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er starb am Unfallsort. Die 25-jährige Frau aus Lienz konnte noch lebend aus dem Wrack geborgen werden. "Leider kämpften die Einsatzkräfte aber vergebens", so Zmölnig. Die Frau starb noch während des Transports ins Krankenhaus. Der 21-jährige Lenker, ebenfalls ein Präsenzdiener aus Sauters in Tirol, erlitt schwere Verletzungen.
Grundwehrdiener. Ersten Angaben zufolge waren die jungen Leute auf dem Weg zum Villacher Kirchtag gewesen. Die beiden Soldaten absolvierten erst vor Kurzem ihren Einsatz an der Grenze im Burgenland. Beide Männer sollen türkischstämmig sein, einer der Soldaten verbrachte seine Kindheit im SOS-Kinderdorf. Der schwer verletzte Lenker des Unglückswagens soll zudem der Freund der 25-Jährigen gewesen sein.
Traurige Serie. In den vergangenen Tagen ereigneten sich zahlreiche schwere Unfälle. Etwa in Klagenfurt, wo ein 22-jähriger Arbeiter gestern gegen fünf Uhr Früh mit seinem Pkw von der Völkermarkter Straße abkam und gegen einen Kastanienbaum prallte. Er wurde ins Spital gebracht.
"Statistik besser". "Die Statistik ist mit derzeit 28 Toten in diesem Jahr zwar noch besser als im Vorjahr", sagt Hans Peter Mailänder von der Verkehrspolizei. Allerdings schnitt das Jahr 2006 mit 67 Toten besonders schlecht ab. Die Gründe liegen für Mailänder im Alkoholmissbrauch, im hohen Verkehrsaufkommen, in Übermüdung und Raserei.
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