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Zuletzt aktualisiert: 02.07.2007 um 08:44 Uhr

Die Region aus der Vogelperspektive

Vom Weltraum in den Millstätter See tauchen? Hermagor von oben betrachten? In einem Satz über das Goldeck springen? All das und mehr ist möglich, mit Google Earth.

Google Earth & Maps Direktor John Hanke

Foto © APGoogle Earth & Maps Direktor John Hanke

Haben Globus, Atlas und Landkarte ausgedient? Gehören Karten mit Tankstellen, Hotels und Geschäften bald zum alten Eisen? Wer modern ist, holt sich all diese Informationen von Google Earth, dem virtuellen Globus der bekannten Suchmaschine Google. War das Programm bisher vor allem für internationale Ballungszentren interessant, dürfen sich jetzt auch die Oberkärntner freuen: In gut 50 Prozent von Spittal und Hermagor sind die Satellitenaufnahmen mittlerweile so gestochen scharf, dass man einzelne Autos auf der Straße erkennen kann.

Scharfe Täler. Gailtal bis Reisach, Drautal bis Obervellach, Mölltal bis Napplach, Liesertal bis Kremsbrücke. Maltatal bis Malta. Dazu die gesamte Region Millstätter See bis hinauf nach Bad Kleinkirchheim. Das ist die Oberkärntner Fläche, die Google Earth bis ins Detail gestochen scharf darstellen kann. Dazu lassen sich Ortsnamen, Landmarken, Straßen und viele andere nützliche Informationen einblenden. Wenn Ihnen etwas fehlt, können Sie es einfach selbst eintragen. Rund um Spittal und den Millstätter See gibt es zum Beispiel schon mehrere Punkte, an denen Benutzer selbst geschossene Fotos mit der virtuellen Karte verknüpft haben.

Touristischer Nutzen. Aber ist Google Earth mehr als nur eine Spielerei? ?Für den Tourismus bietet Google Earth große Möglichkeiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand, der Seeboden besucht hat, zu Hause dann seinen Verwandten und Bekannten neben den normalen Urlaubsfotos auch eine Sat-Aufnahme vom Millstätter See zeigt“, sagt Seebodens Tourismuschef Alexander Barendregt. Was die Möglichkeit der von jedermann erstellbaren Einträge betrifft, so ist Barendregt vorsichtig: ?Die Leute, die so etwas machen, sind sehr ehrlich. Da kann es natürlich passieren, dass auch Negatives seinen Weg auf Google Earth findet. Positiv nutzen können wir das Programm nur, wenn die ganze Region an einem Strang zieht“, sagt der Touristiker.

STEFAN EDER

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