Erhöhte Chrom-Konzentration in Radenthein: Ergebnisse erwartet
Die Kärntner Grünen warnten Anfang Juni vor einer Überschreitung des Chrom-Grenzwertes für Industriegebiete in Radenthein. Landesräte Schantl und Rohr: "Alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen." Nächste Woche liegen Ergebnisse vor.

Foto © AP"Dicke Luft" über Radenthein?
Aufgrund mehrerer medialer Hinweise, wonach es im Raum Radenthein erhöhte Staubbelastungen inklusive hoher gesundheitsschädlicher Anteile an Chromverbindungen bzw. eine Arsenbelastung geben soll, wurden auf Initiative von Gesundheitsreferent Landesrat Wolfgang Schantl und Umweltlandesrat Landesrat Reinhart Rohr alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Bislang liegen keine krankheitsbedingten Auffälligkeiten vor. Proben-Ergebnisse werden für nächste Woche erwartet.
Ergebnisse nächste Woche.
"Sachverständige der Umweltabteilung haben am 31. Mai einen Ortsaugenschein durchgeführt, bei dem auch gleich mehrere Boden- und Staubproben genommen wurden. Das Ergebnis dieser Proben wird im Laufe der nächsten Woche feststehen", so Rohr. Außerdem wurden an drei Punkten Messbecher positioniert, um die Staubsituation für sechs Monate zu beobachten, so Rohr. In den Jahren 1996, 2004 und 2006 waren die Staubmessungen unbedenklich. Darüberhinaus wäre der Betriebsanlagenteil der Firma Radex, bei welchem Chrom als Zuschlagsstoff für bestimmte Steinqualitäten eingesetzt wurde, 1998 laut Werksangabe stillgelegt worden.
Keine Beschwerden.
Um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen, wurde im Auftrag von Gesundheitsreferent Schantl die für den Raum Spittal zuständige Amtsärztin damit beauftragt, bei den niedergelassenen Ärzten Erhebungen von Erkrankungen durchzuführen. Bis dato konnten aber keine Auffälligkeiten festgestellt werden, bestätigt Schantl. Die Erhebung diene weiters nur als reine Vorsichtsmaßnahme. Ärztinnen und Ärzte seien ohnehin dazu verpflichtet, auftretende Krankheitshäufungen oder Auffälligkeiten unverzüglich dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu melden.
Wasser und Lebensmittel prüfen.
Außerdem wurde am Freitag die Lebensmittelaufsicht des Landes beauftragt, in Radenthein Trinkwasser-, Gemüse- und Milchproben zu entnehmen. Sie gehen zur Überprüfung an die Lebensmitteluntersuchungsanstalt. Die Ergebnisse dürften ebenfalls im Laufe der nächsten Woche feststehen.
Features
Grüne warnen
Analyse
Der gemessene Wert für Chrom beträgt 1400 mg/kg, der erlaubte Wert für Industriegebiete beträgt laut Umweltbundesamt 800 mg/kg. Ansässiges Unternehmen Veitsch-Radex GmbH versichert, alle Auflagen eingehalten zu haben.













