Drei Kliniken auf der langen Bank
Das Psychosomatik-Projekt ist beim Verwaltungsgerichtshof anhängig. Für private Herzklinik fehlt der Finanzierungsplan. Auch die Zukunft von Maria Hilf ist offen.

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Seit fast fünf Jahren verfolgt der Spittaler Krankenhaus-Chef Hermann Samonigg den Plan, eine Psychosomatische Klinik am Millstätter See zu errichten. Die mittlerweile angelaufenen Vorlaufkosten beziffert er mit 1,8 Millionen Euro.
Negativer Bescheid. Weil Samonigg vom ursprünglichen Plan eines reinen Sanatoriums auf eine Sonderkrankenanstalt mit öffentlichen Betten umgeschwenkt ist, gab es vom Land Kärnten einen negativen Bescheid. Es gäbe den Bedarf nicht, lautet die Begründung - untermauert von einer Studie. Samonigg will sich damit nicht abfinden und hat Einspruch beim Verwaltungsgerichtshof erhoben. Besonders enttäuscht zeigt sich der Krankenhaus-Chef, dass er auf seine Schreiben von keinem einzigen Regierungsmitglied mehr eine Antwort erhielt.
Samonigg-Projekt.
Zumindest das Oberkärntner Regierungsmitglied, Landesrat Uwe Scheuch (BZÖ), versichert dem Samonigg-Projekt seine Unterstützung, wenngleich er "keinen Handlungsspielraum" habe und den abschlägigen Bescheid von Gesundheitsreferent Landesrat Wolfgang Schantl (SPÖ) zur Kenntnis nehmen müsse.
Millstätter See.
Scheuch seinerseits verfolgt als Regierungsbeauftragter ein anderes Klinik-Projekt am Millstätter See: eine private Herzklinik mit einem angeschlossenen Hotel. Er ist zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten daraus etwas wird. Die deutsche Investorengruppe rund um mehrere österreichische Herzchirurgen habe die Grundstücks-Optionen vertragsfertig. Und für die Betriebsbewilligung gibt es ein positives Vorprüfungsverfahren. Das bestätigt Landesrat Schantl. Weil es eine reine Selbstzahler-Klinik wäre, braucht es keine Bedarfsprüfung. Für die sanitätsbehördliche Genehmigung fehlt allerdings noch Entscheidendes: ein Finanzierungsplan. Was es gibt, ist eine Förderungszusage des Bundes für das Hotelprojekt.
Features
Projekte
Samonigg plant eine 100-Betten-Klinik. 70 Betten würden die Versicherungen zahlen, 30 öffentliche Betten sind strittig.
Ausländische Patienten sind die Zielgruppe.
In Maria Hilf wollen Belegsärzte behandeln.













