Tourengeher gerieten in Bergnot
Bei dem Versuch den Großglockner zu erklimmen, gerieten zwei Bergesteiger auf dem Stüdlgrat in Bergnot. Das Duo konnte aufgrund von Ermüdung nicht mehr weiter marschieren und musste die Bergrettung rufen.

Foto © AP'A(Archivbild)
Ein Lesachtaler und eine Vorarlbergerin waren Freitag um 6 Uhr früh vom Lucknerhaus in Kals in Richtung Großglockner aufgebrochen. Erst gegen 14 Uhr erreichte das Bergsteiger-Duo das sogenannte Frühstücksplatzl auf dem "Stüdlgrat" in 3550 Meter Seehöhe. "Der bergerfahrene Alpinist hat aber die richtige Entscheidung getroffen und ist nicht mehr weitergegangen, sondern hat die Bergrettung alarmiert", sagt Klaus Rainer. Der Pilot des ÖAMTC-Rettungshubschraubers "C 7" stieg von Nikolsdorf aus sofort auf und holte die völlig erschöpfte 25-Jährige mit dem 30-Meter-Bergetau zur Stüdlhütte. Wenig später wurde auch der unverletzte Kamerad geborgen.
Franz Holzer, Einsatzleiter der Bergrettung Kals, übt an dem Vorfall scharfe Kritik, sei die Bergung doch eine "Rettung in letzter Minute" gewesen. Nur wenige Augenblicke später zogen dunkle Wolken über den Tauern auf, für die Abendstunden wurde Schnee auf über 2000 Meter Seehöhe gemeldet. Holzer: "Das Problem ist, das die Leute viel zu spät über diese Route zum Glockner unterwegs sind." Normalerweise würde ein guter Alpinist in fünf bis sechs Stunden den Aufstieg durchklettern. Holzer: "Das Paar war um diese Zeit erst auf der Hälfte der Route angelangt. Die beiden hätten den Gipfel erst erreicht, wenn es stockfinster ist."













