Profi-Raddiebe bunkern Beute im Wald
Drei Hotel-Einbrüche am Pfingstwochenende in Faak am See und Bad Kleinkirchheim mit 21 gestohlenen Rennrädern im Wert von über 100.000 Euro stehen vor Klärung.

Foto © KLZ / KoscherDie Profis stehlen nur hochwertigste Räder
"Die Ermittlungen laufen. Es gibt Grund zur Zuversicht." So kommentierten am Mittwoch Kriminalisten der Gruppe "Einbruch/Diebstahl" im Landskriminalamt (Sachbearbeiter Peter Biedermann) die Ermittlungen rund rund um drei Hotel-Einbrüche am Pfingstwochenende in Faak am See und Bad Kleinkirchheim. Wie mehrmals berichtet, verschwanden 21 hochwertige Rennräder von Teilnehmern des "Kärntner Radmarathons" im Wert von über 100.000 Euro aus Kellern und Skiställen.
Jetzt gibt es eine konkrete Spur nach Tirol. Am vergangenen Wochenende wurden bei einer Radveranstaltung im Bezirk Kitzbühel zwei Slowaken im Alter von 27 und 29 Jahren als mutmaßliche Serien-Rennraddiebe verhaftet. "Die Männer campierten in einem kleinen Zelt am Campingplatz in St. Johann. Sie meldeten sich unauffällig als Teilnehmer an", berichtet Oberst Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Und sie schlugen zu. Nicht im sportlichen Wettkampf, sondern in Skiställen von zwei Hotels in St. Johann.
Sieben Rennräder im Wert von 50.000 Euro verschwanden. Vier Räder im Wert von 20.000 Euro waren zum Abtransport vorbereitet, als die Täter bei der "Arbeit" gestört wurden. Verdeckte Fahnder des Bundeskriminalamtes und der "Cobra-West" übernahmen die Observation der Männer. Sie wurden schließlich von einer AGM-Streife der Polizei Salzburg-Wals kurz vor Verlassen des österreichischen Staatsgebietes mit ihrem Pkw gestoppt.
Räder hatte die Männer keine mit. Dafür wurden eine geladene Gaspistole, ein Elektroschocker, mehrere Messer und eine Sturmhaube sichergestellt. Pupp: "Die teuren Räder hatte das Duo in einem Wald und einem Bachbett in der Nähe des Tatortes gebunkert. Eine andere Gruppe der Bande hätte sie wohl abholen sollen."














