Schulverbund ab Herbst
Die Volksschulen Döbriach und Radenthein werden eine gemeinsame Leiterin erhalten. Lehrer und Eltern fühlen sich vor den Kopf gestoßen.

Foto © KK/PrivatDie Volksschule Radenthein (Bild) wird mit Döbriach zum Schulverbund zusammengeschlossen
Eine Verwaltungsreform steht den Volksschulen (VS) Radenthein und Döbriach ab Herbst ins Haus. Allerdings wurden Lehrer, Eltern und Schüler erst kurz vor Schulschluss vor vollendete Tatsachen gestellt.
Aus den beiden Schulen wird nämlich ein Schulverbund, der von der derzeitigen Leiterin der VS Döbriach, Franziska Schwaiger, geleitet werden soll. Richard Pertl, seit 1988 Direktor der VS Radenthein, geht in Penision, seine Stelle wird nicht mehr ausgeschrieben. Das Kollegium der VS Radenthein hat aber mit einem bestimmten Nachfolger gerechnet. Bezirksschulinspektorin Barbara Bergner versteht, dass sich so mancher vor den Kopf gestoßen fühlt, aber "diese Maßnahme ist in Anbetracht sinkender Schülerzahlen notwendig".
Gerüchten zufolge ist von "Freunderlwirtschaft" und "richtiger Parteizugehörigkeit" die Rede. Das schließt Bergner aus: "Dass die Leiterin der kleineren Schule zum Zug kommt, ist Zufall. Wäre die Leiterin in Döbriach in Pension gegangen, wäre der Leiter aus Radenthein für beide Schulen zuständig."
Rudolf Altersberger, Vizepräsident des Landesschulrates, sagt, dass Schulverbünde gängige Praxis wären: "Ideal wäre gewesen, die Betroffenen vor einem halben Jahr mit dem Umstand zu konfrontieren, dann würde es jetzt nicht so viel Unzufriedenheit geben. Lehrer identifizieren sich stark mit ihrer eigenen Schule. Es erfordert Umdenken, wenn aus zwei Schulen quasi eine wird."













