"Test-Idee" für Hauptplatz in aller Munde
Die Spittaler Politik arbeitet sich nun ins Thema "Shared space" ein. Ein "gemeinsam genutzter Raum" Hauptplatz könnte zur Verkehrsberuhigung beitragen.

Foto © StöflinDer starke Straßenverkehr am Hauptplatz von Spittal "zwingt" die Stadtpolitiker zu neuen Überlegungen
Es kommt zur Bewegung in Sachen Verkehrsberuhigung am Hauptplatz, in Folge möglicherweise auch beim Thema Verkehrskonzept: Stadtrat Robert Stadler (SVP) hat das Thema "Shared space" - nachdem er sich mit Alfred Rindlisbacher aus Spittal schon länger damit befasst - ins Rathaus getragen.
"Shared space" (gemeinsam genutzter Raum) wurde von 2004 bis 2008 in sieben Gemeinden in fünf europäischen Ländern testweise erprobt. In Kärnten wird es in Velden bald so weit sein, Spittal befasst sich nun mit dem Thema. "Es wird intensiv über ein ,Shared space'-Verkehrskonzept im innerstädtischen Bereich diskutiert", ließ Bürgermeister Gerhard Köfer (SPÖ) verlauten. Außerdem werde auch über eine Lösung im Bereich einer Nord-Ostspange debattiert und man erwarte sich, dass "sich das Land Kärnten der Causa Verkehr in Spittal annimmt".
Bis 20.000 Fahrzeuge
Der für das Thema Stadtplanung zuständige Stadtrat Stadler hat kürzlich in Wien neueste Informationen geholt, um damit in Spittal weiterzuarbeiten: "Die dortigen Experten erklärten, dass ein ,Shared space'-System durchwegs bis zu einer Tagesfrequenz von 20.000 Fahrzeugen funktionieren kann. Allerdings gibt es keine Patentlösung, es muss eine Lösung mit den jeweiligen stadtspezifischen Gegebenheiten erfolgen." Das sieht auch Ausschussobmann Franz Eder (SVP) ähnlich, geht aber weiter: "Kurzfristig mach- und finanzierbare Sofortmaßnahmen für einen gemeinsam genutzten Verkehrsraum müssen umgesetzt werden. Darunter Reduktion des Schwerverkehrs (vorrangig Durchzugsverkehr), Umbau neuralgischer Kreuzungsbereiche. Es muss auch eine dritte Lieserbrücke im Süden der Stadt kommen."
Vizebürgermeister Herbert Haupt (FPK) sagt, dass "Spittal längst Vorleistungen zu ,Shared space' geleistet hat - siehe der fehlende Zebrastreifen am Hauptplatz. Hier bewegen sich Fahrzeuge und Fußgänger entsprechend diesem Thema".













