Bergsteiger von Steinen getroffen
In der Pallavicini-Rinne im Großglockner-Gebiet sind am Sonntag drei Bergsteiger aus Deutschland in Bergnot geraten. Ein Alpinist wurde durch einen Steinschlag schwer verletzt. Der Verletzte wurde ins BKH Lienz gebracht.

Foto © KLZ/Peutz (Archivbild)Die Stüdelhütte im Großglockner-Gebiet
Drei Bergsteiger aus Deutschland gerieten Sonntagvormittag in der Pallavicini-Rinne im Großglockner-Gebiet in 3600 Meter Höhe in Bergnot. Sie saßen in der bis zu 60 Grad steilen Rinne fest. Einer der Alpinisten war von Steinbrocken aus der darüber liegenden Wand getroffen und an Kopf und Hüfte schwer verletzt worden. Er konnte nicht mehr weiterklettern.
Für die drei Deutschen begann ein banges Warten. Eine Hubschrauberbergung war wegen schlechter Sicht und starken Windes nicht möglich. 15 Bergretter, Bergführer und Alpinpolizisten stiegen zu der Gruppe auf, um den Verletzten und seine Freunde aus der Rinne zu holen.
Erst am Abend kam dann die erste Erfolgsmeldung. "Die beiden Unverletzten sind im Tal", berichtet Sepp Brandner, stellvertretender Leiter der Alpinen Einsatzgruppe Spittal. Der Verletzte wurde auf einer Trage zum Ködnitzkees in der Nähe der Stüdelhütte gebracht. Zunächst hoffte man, dass er dort vom Rettungshubschrauber aufgenommen werden könnte.
Doch die Zeit arbeitete gegen die Retter. "Die Nebelbasis hat sich immer tiefer gesenkt. Die Hubschrauber mussten die Stüdelhütte verlassen", sagt Brandner. Der Verletzte wurde zu Fuß Richtung Tal gebracht. Dort konnte er der Rettung übergeben werden, die den Mann ins BKH Lienz brachte. "Es war aber ein Bergrettungsarzt mit dabei. Er hat den Schwerverletzten betreut", sagt Brandner. "Lebensgefahr bestand zum Glück nicht."













