Tourismus im Mölltal wird "vereinheitlicht"
Im Mölltal wurde nach schwierigen Vorarbeiten die "Hohe Tauern - Nationalpark-Region Tourismus GmbH" gegründet. Mit der neuen touristischen Region werden die Kräfte gebündelt.

Foto © KK/NP-RegionDie touristische Einheit "Nationalpark Hohe Tauern" wird mit dem Start der neuen Regionsgesellschaft nun endlich in die Tat umgesetzt. Im Bild links die Gesellschafter bei der ersten Generalsversammlung
Eine schwierige Geburt war es, die neue "Hohe Tauern - Nationalpark-Region Tourismus GmbH" zu gründen. Nach weit über einem Jahr Gesprächen, Verhandlungen und Workshops wurde sie nun mit der ersten Generalversammlung gegründet.
"Es ist die erste Region in Kärnten, die sich ganz klar nach dem neuen Kärntner Tourismusgesetz richtet. Es werden die bisherigen Verbände in der Region abgelöst, Kräfte und Geldmittel gebündelt", sagt Geschäftsführer Günter Mussnig, der maßgeblich an der Umsetzung der neuen touristischen Regionsgesellschaft beteiligt war. Er schränkt aber ein: "Den größten Anteil am Erfolg hatten die Leitbetriebe in der Region." Sieben sind einstimmig als Aufsichtsräte zur Kontrolle und Beratung der Geschäftsführung bestellt worden.
Herausforderung
"Die Gründung ist ein Meilenstein, es kommen aber noch Herausforderungen auf uns zu", ist sich Mussnig sicher. Denn jetzt geht es unter anderem um die Vereinheitlichung der Strukturen in der Region. Auch das Arbeitsprogramm wurde erstellt. Dieses konzentriert sich auf intensive Partnerschaften mit den Beherbergungsbetrieben in der Region - unter anderem bei einem Qualitätsmodell oder einer Buchungsplattform. Auch ein regionales Buchungscenter wird angestrebt und die Umsetzung von kärntenweiten Leitprojekten wie den Alpen-Adria-Trail, der vom Großglockner über Slowenien bis Muggia in Italien führen wird.
Wie berichtet, gab es in der Gründungsphase viele Diskussionen, manche Betriebe und Gemeinden fühlten sich übergangen. Die intensiven Gespräche führten aber zu großer Übereinstimmung. Allerdings bleiben laut Mussnig "vorerst die Gemeinden Flattach, Mühldorf und Lurnfeld weiterhin in Wartepo-sition". Die Gemeinde Malta muss sich an der Region Liesertal orientieren.
Features
Daten und Fakten
Gründung. Auslöser war das neue Kärntner Tourismusgesetz, durch welches die "alten Gesellschaften und Verbände" im Tal ohne finanzielle Mittel gewesen wären.
Neu. Teilnehmer sind Tourismusbetriebe und die Gemeinden Heiligenblut (Anteil Stammkapital und Budget: 31,1 Prozent), Mallnitz (17,6 Prozent), Obervellach (11,1 Prozent), Großkirchheim (6,3 Prozent), Reißeck (4,3 Prozent), Winklern (3,3 Prozent), Rangersdorf (3,9 Prozent), Mörtschach (3,0 Prozent), Stall (1 Prozent).
Aufsichtsrat. Marietta Fleissner, Martin Lackner (beide Heiligenblut), Maria Alber (Mallnitz), Josef Vierbauch (Obervellach), Hubert Ziervogel (Großkirchheim), Josef Rosenkranz (Rangersdorf), Peter Rupitsch (NP-Fonds).













