Kinder müssen warten
Gemeinde Millstatt nutzt Übergangsfrist des Kindergartengesetzes aus und wartet mit der Anstellung eines Kindergartenhelfers noch bis Herbst.
Voll des Lobes ist eine Obermillstätter Mutter für die Abwicklung der Schiwoche des Kindergartens. "Anfangs war ich überrascht, dass es bereits in diesem Alter so ein Angebot gibt, doch als ich die Freude meiner Tochter sah, ihren Ehrgeiz diesen Sport zu lernen, da wusste ich, dass dies eine gute Möglichkeit ist, den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder zu unterstützen", schreibt sie in einem Leserbrief an die Kleine Zeitung.
Neben dem Dank an die drei Kindergärtnerinnen, die rund 40 Kinder in zwei Gruppen betreuen, richtete sie aber auch Kritik: "Schade, dass die Marktgemeinde Millstatt diese Leistung nicht mehr honoriert, indem sie zum Beispiel endlich eine vierte Kindergärtnerin einstellt, wie es das Kindergartengesetz seit Frühling 2011 bei Vorhandensein von zwei Gruppen vorschreibt."
Frist wird ausgenützt
Kindergartenreferent Vizebürgermeister Florian Maier (FPK): "Ich kenne das Gesetz, die Frist bis es in Kraft tritt, reicht aber bis 1. September. Dann wird die Stelle des Kindergartenhelfers auch besetzt." Die Mehrheit des Gemeinderates war aufgrund der angespannten Budgetsituation dafür, die Übergangsregelung bis zum letzten Tag auszunutzen. "Wäre der Spielraum größer, hätten wir den Mitarbeiter mit 1. Jänner aufgenommen", betonte Maier. Gemeindevorstand Johann Schuster (LIM) kritisiert, "dass der Spargedanke auf dem Rücken der jüngsten Bewohner der Gemeinde ausgetragen werde".












