Schießstätte soll verkauft werden
Der Spittaler Schützenverein plant, aus dem Wohngebiet Fratres auf das Sportstättenareal umzusiedeln und eine zeitgemäße Schießanlage zu errichten. Kosten: 1,5 Millionen Euro.

Foto © PirkerDas 7500 Quadratmeter große Schießstättenareal im Spittaler Höhenweg wird umgewidmet und verkauft
Eine Schießstätte mitten im Wohngebiet ist für alle Beteiligten unbefriedigend. Aufgrund der Lärmentwicklung fühlen sich die Anrainer gestört und die Schützen können sich aufgrund eingeschränkter Betriebszeiten nicht voll entfalten. In der Spittaler Höhenstraße herrscht genau diese Situation vor.
Der "Schützenverein Spittal von 1806/1883" unter Oberschützenmeister Josef Warum hat nun eine Umwidmung des knapp 7500 Quadratmeter großen Schießareals in Bauland-Wohngebiet beantragt. "Wir möchten das Grundstück verkaufen und mit dem Erlös eine moderne Schießanlage im Bereich der Spittaler Sportstätten bauen", schildert Warum. Geplant ist eine teilweise untertunnelte Schießstätte für Kleinkalibergewehre (50 Meter), Faustfeuerwaffen (25 Meter) und Gewehre (100 Meter). Investiert werden sollen zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro. Noch ist es Zukunftsmusik, denn zuvor müssen Umwidmung und Verkauf des Grundstückes über die Bühne gehen. Der Gemeinderat stimmte der Umwidmung Dienstagabend in der Gemeinderatsitzung zu.
Geänderte Schießzeiten
Seit 1963 besteht die Schießstätte an ihrem jetzigen Standort, im Laufe der Jahre sind rundherum immer mehr Einfamilienhäuser gebaut worden. Bezirkshauptmann Klaus Brandner, ist einer der Anrainer: "Die Gegebenheiten haben sich geändert. Ein 100- Meter-Gewehrschießstand im Wohngebiet und in der Nähe des Altenpflegeheims ,Marienheim' war sicherheitstechnisch äußerst problematisch." Der 100-Meter-Schießstand wurde inzwischen abgebaut und im Juli 2011 wurde von der Stadtgemeinde Spittal ein Bescheid mit zeitlich beschränkten Schießzeiten an rund 40 Tagen im Jahr erlassen.
Mit diesen Gegebenheiten könnten die Anrainer zwar gut leben, aber die Schützen haben Probleme, ihre Meisterschaften auszuführen. Schützenobmann Warum verspricht sich von der neuen Anlage Zustrom von 3500 Jägern des Bezirks, Sportschützen aus dem In- und Ausland sowie den drei Büchsenmachern aus Spittal und Seeboden.













