Jäger kritisieren Rotwild-Abschüsse
Schonzeitabschüsse im Kreuzfeuer der Kritik bei Hegeringschau in Sachsenburg. Bundesforste führen "Notmaßnahme" ins Treffen.

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Heftige Kritik von allen Seiten hagelte es im Rahmen der Hegeringversammlung der Talschaft 1 (Spittal) im Veranstaltungszentrum Sachsenburg für die Österreichischen Bundesforste (ÖBF), die im Eigenjagdgebiet "ÖBF-Bärnbad" jetzt in der Schonzeit wieder Rotwildabschüsse tätigen.
"Entgegen dem behördlichen Abschussauftrag wurde ein vierjähriger Hirsch erlegt. Das ist eine Nichteinhaltung des Bescheides und daher ist die Jagd sofort einzustellen", forderte Hegeringleiter Sepp Pleßnitzer. "Als wildbiologischen Wahnsinn" bezeichnete Pleßnitzer die Tatsache, dass im Jahr 2011 von 19 freigegebenen Stück Kahlwild (geweihlos) nur ein Kalb, aber von den für zwei Jahre freigegebenen sechs Hirschen alle erlegt wurden. Für den zuständigen Revierleiter Josef Sagmeister ist der ganze Wirbel unverständlich.
Wild kommt erst jetzt
"Es ist meine Pflicht unseren Wald, der ja Volksvermögen ist, zu schützen. Ich war 95 Mal im Vorjahr auf der Jagd, aber ich habe bis auf das eine erlegte Stück Kahlwild keines gesehen", sagt Sagmeister. Weil mittlerweile im Revier Bärnbad an die 100 Hektar Schadflächen durch Wildschälung gibt, hat die Bezirkshauptmannschaft einen Abschussauftrag erteilt. Bis zum 29. Februar sind fünf Stück Rotwild zu erlegen. Laut Bundesforste stellt sich das Rotwild im Revier Bärnbad erst im Jänner und Februar dort ein. "Das ist seit 25 Jahren gleich und eine Besonderheit des Reviers. Erst zu dieser Zeit kommt das Wild aus dem Siflitz-graben heraus. Die Schonzeitabschüsse sind eine Notmaßnahme im Rahmen unserer Pflichterfüllung", erklärt Günther Tragatschnig, Leiter des Forstbetriebes Kärnten-Lungau der (ÖBF). "Was für Kärnten eine Tragik ist, ist im Lungau nichts Außergewöhnliches", weiß Tragatschnig.











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