Ferien: Kärnten ist gut gebucht
Kärntner Schigebiete sind für die Semesterferien-Wochen optimistisch, obwohl es bisher nicht so gut gelaufen ist. 280.000 Euro für Sonder-Werbekampagne.

Foto © KK"Sanfter Winter" als neue Chance? Pferdeschlittenfahrten kommen bei italienischen Gästen sehr gut an
"Rekordwinter" wird es heuer wohl keiner werden, aber die Buchungen in den drei Ferienwochen - im Osten Österreichs haben die Ferien an diesem Wochenende begonnen - geben Anlass zur Hoffnung, dass das Vorjahresergebnis gehalten werden kann -trotz Schneemangels und Krise.
"Alle Energie in die Energieferien" hat sich demnach die Kärnten Werbung vorgenommen und mit den großen Schigebieten 280.000 Euro für eine Sonderkampagne zusammengekratzt, die Österreichern und Bayern kommunizieren soll, dass man auch in Kärnten optimale Verhältnisse vorfindet. Allein auf Ö3 werden drei Wochen lang 280 Kärntner Winterspots geschaltet. "Weil im Westen viel Schnee liegt, ist der Winter in Kärnten kaum vorgekommen", begründet Kärnten-Werber Christian Kresse die Medienkampagne.
Das Tourismusgebiet Weißensee jedenfalls hat seine Schäfchen schon im Trockenen. Für Tourismusmanager Arno Kronhofer zeichnen sich schon jetzt veritable Nächtigungszuwächse dank Holländer und Italiener ab. Mittlerweile ist jeder zweite Gast am Weißensee ein Holländer, der bis zu 150 Euro täglich in der Region lässt. Während andere Regionen mit dem Rückgang der krisengeschüttelten Italiener zu kämpfen haben, hat Kronhofer auf den sanften Winter gesetzt. "Schlittenfahren und Winterwandern sind die Trümpfe." Der Italiener-Anteil sei von drei auf zehn Prozent erhöht worden.
Auf Heiligenblut, Bad Kleinkirchheim und das Nassfeld hat die Wirtschaftskrise heuer erstmals merklich durchgeschlagen. "Die Gäste sparen nicht nur mehr im Urlaub, sondern auch am Urlaub. Es kommen weniger und sie bleiben kürzer", weiß Kurt Genser, Tourismusmanager in der Karnischen Region. "Wir müssen heuer wohl kleinere Brötchen backen", hat sich Genser mit dem Nächtigungsminus abgefunden.
"Der Rückgang im Dezember und Jänner ist nicht mehr wettzumachen", sagt Mariella Fleißner aus Heiligenblut, wenngleich die Semesterferien sehr zufriedenstellend gebucht sind. Zugute kommt der Region, dass die acht Schröcksnadel-Schigebiete in Kärnten, Tirol, Nieder- und Oberösterreich in einem Kartenverbund zusammengeschlossen sind. Das nützen vor allem Oberösterreicher für Schifahren im Schatten des Großglockners.
In Bad Kleinkirchheim haben Urlauber aus dem Osten den Jänner aus dem tiefen Loch gezogen, das Italiener hinterlassen. Deshalb möchte Tourismusmanager Stefan Heinisch in Italien den sanften Winter in den Mittelpunkt stellen.
Features
Starker Februar
Im Winter 2010/2011 wurden 3,5 Millionen Nächtigungen in Kärnten verzeichnet
Im Februar 2011 waren es 909.046 Nächtigungen. Das ist ein Anteil von rund 26 Prozent
Im Jänner 2011 waren es 847.001 Nächtigungen mit einem Anteil von 24,6 Prozent
Heuer soll das Ergebnis gehalten werden











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