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Zuletzt aktualisiert: 30.12.2011 um 20:16 UhrKommentare

Die Chef-Übergabe erfolgte betriebsintern

Der Leiter der Spittaler Wirtschaftskammer, Anton Schaubach, übergab die Funktion an Peter Demschar: "Eine reibungslose Betriebsnachfolge."

Nach rekordverdächtigen 34 Dienstjahren als Leiter der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Spittal hat gestern Anton Schaubach (64) seinen Schritt in die Pension bekannt gegeben. Die gesamte Dienstzeit in der WK-Spittal betrug fast 36 Jahre. In der Pressekonferenz stellte er auch seinen Nachfolger vor, den er "seit fast zehn Jahren für diese Funktion aufgebaut hat": Peter-Josef Demschar (52), der seit Dezember 1982 in der WK-Spittal beschäftigt ist - zuletzt als Schaubachs Stellvertreter.

Demschar wuchs in Spittal auf, absolvierte das Jusstudium an der Karl-Franzens-Universität in Graz und trat nach dem Bundesheerdienst in Villach und einem Gerichtsjahr in Graz in die WK-Spittal ein. Demschar ist aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr Spittal - "das ist meine Berufung" - und sammelt Miniaturlastautos, -züge und -flugzeuge. Daher ist er in der Wirtschaftskammer auch für Feuerwehren, Gefahrgutthemen zuständig - kärntenweit, sowie er auch eine Zeit lang als "Gründerhelfer" in der WK-Kärnten in Klagenfurt tätig war. Wahrscheinlich deshalb hat das vierköpfige Team der WK-Spittal auch beste Kontakte nach Klagenfurt.

"Demschar wird Schaubachs Kurs weitergehen und in einiger Zeit sicher zusätzliche Inhalte einbringen", ist sich Bezirksobmann Siegfried Arztmann sicher. Er bedankt sich zugleich bei Schaubach "im Namen aller Menschen im Bezirk, denen er geholfen hat. Und Danke auch für die geregelte Betriebsübergabe."

Oft Vorreiter

Wenn man Schaubachs Dienstzeit Revue passieren lässt, dann erkennt man auch seine oftmalige Vorreiterrolle: So initiierte er die längst auf ganz Kärnten ausgeweitete Aktion "Näher zum Mitglied" und besondere Sprechtagservices. Er kaufte der FF-Spittal die erste Bergeschere - und war die Initialzündung für ähnliche Aktionen in ganz Kärnten. Schaubach kämpfte "gegen Einkaufszentren auf der grünen Wiese", für die Belebung der Stadt- und Dorfzentren, für die Errichtung des Schigebietes Mölltaler Gletscher, initiierte die Aktion "Fahr nicht fort, kauf im Ort" und vieles mehr. "Ich bin auch stolz darauf, dass wir bei Mitgliederumfragen immer unter den drei besten Abteilungen in puncto Zufriedenheit mit der Betreuung gereiht wurden. Und dass sich in meiner Zeit die Unternehmerzahl im Bezirk Spittal von 3500 auf 5200 erhöhte."

Wünschelrute

Schaubach ist sich sicher, dass er "in den Unruhestand geht". Er wird sich verstärkt mit der Radiästhesie (Wünschelrutengehen und Pendeln) beschäftigen. Dazu gehören Wasser- und Quellensuche genauso wie die Schulung von Rutengehern oder die "Gesundung" von Arbeitsplätzen und Wohnungen.

HELMUT STÖFLIN

FAKTEN

Örtlichkeit. Die Bezirksstelle Spittal wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Feuerwehrhaus (dort stehen heute die Hauptschulen) installiert. Wenige Jahre später übersiedelte man in die Gewerbe- und Handelsbank auf dem Burgplatz im Stadtzentrum. 1975 wurde der jetzige Standort in der Bismarkstraße errichtet; 2006 bis 2007 erfolgte die totale Modernisierung der WK-Spittal: Insgesamt 2,2 Millionen Euro wurden in den Umbau zum Servicecenter investiert. Dabei wurde der Schwerpunkt auf "Gesundheit und Wellness" gelegt - es entstand die erste "rauchfreie" Bezirksstelle - inklusive des Gastlokales.

Weiterbildung. Während eines Jahres werden in diesem Haus rund 125 Seminare und Schulungen abgehalten, die von rund 1500 Teilnehmern besucht werden.

Mitglieder. Anfang 2011 gab es kärntenweit 32.745 Mitglieder der Wirtschaftskammer. Davon befinden sich 4756 (13,8 Prozent) im Bezirk Spittal - 1117 (3,2 Prozent) im Bezirk Hermagor. Allein in der Stadt Spittal gibt es 1155 (in der Stadt Hermagor 521) Mitglieder der Wirtschaftskammer.

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