Präzisere Messung der Abwässer
Neuer Obmann des Abwasserverbands Millstätter See plant neues Abrechnungsmodell. Gebührenänderung ist noch unklar.

Foto © StöflinArt und Menge der Abwässer aus den vier Reinigungsverbänden zur Kläranlage werden nun genau gemessen
Mit Jahreswechsel gibt es innerhalb des Wasserverbandes Millstätter See (WVM) einige Veränderungen: Wie die Kleine Zeitung berichtete, übernimmt Erhard Veiter (Bürgermeister von Feld am See) die Obmannfunktion von Josef Pleikner (Bürgermeister von Millstatt). In der letzten Mitgliederversammlung des Jahres wurden einige "Korrekturen" beschlossen: "So haben wir die Delegiertenanzahl verringert und starten mit Messungen der Abwässer aus den vier Reinhalteverbänden, die in unsere Kläranlage einleiten", erklärt Veiter.
Dies erfolge deshalb, weil die interne Abrechnung der Betriebskosten der Kläranlage bisher mit unterschiedlichen Grundlagen vorgenommen wurde. Teilweise wurde nach der hydraulischen Fracht (die Abwassermenge) abgerechnet - wie bei den Verbänden Lurnfeld-Reißeck oder Lieser-Maltatal. Zum Teil wurde die Schmutzmenge als Basis der Kostenaufteilung zugrunde gelegt - wie durchwegs bei der Bezirksstadt Spittal. Jetzt wurde ein Kompromiss ausgearbeitet und zugleich eine genaue Messung aller Abwässer der vier Verbände während der kommenden zwei Jahre eingeleitet.
Neuberechnung der Kosten
Der Kompromiss besteht darin, dass nach einem neuen Verrechnungsschlüssel gerechnet wird: zwei Drittel Schmutzfracht und ein Drittel Abwassermenge. "Wir wollen damit der Wahrheit näherkommen", erklärt Veiter. Nach den zwei "Kompromissjahren" werden alle Daten in eine Neuberechnung der Betriebskosten der Kläranlage einfließen. "Ob oder wie sich dann die Abwassergebühren für unsere Kunden ändern, können wir heute noch nicht abschätzen", bremst Veiter mögliche verfrühte Hoffnungen auf Gebührensenkungen.
Features
Kläranlage & Reinhalteverbände
Kläranlage. In die vom Wasser- verband Millstätter See (WVM) betriebene Kläranlage Spittal werden Abwässer von vier Verbänden eingeleitet. Sie ist für 130.000 Einwohnergleichwerte ausgelegt.
Verbände. Dem WVM gehören Bad Kleinkirchheim, Afritz, Feld am See, Radenthein, Ferndorf, Millstatt, Seeboden und Spittal an. Dem Reinhalteverband Lurnfeld-Reißeck sieben Gemeinden von Baldramsdorf bis Kleblach-Lind im Drautal und Reißeck, dem Reinhalteverband Lieser-Maltatal Trebesing, Gmünd und Malta. Dazu liefert auch die Stadt Spittal ihre Abwässer in dieselbe Kläranlage.












