Schnell zur Wohnung

Foto © StöflinStadtrat Stadler: Gemeindewohnung
Viel diskutiert wird darüber, warum Stadtrat Robert Stadler (Spittaler Volkspartei) "plötzlich eine Wohnung von der Stadtgemeinde erhalten hat". Und das, obwohl es in der Bezirksstadt aktuell an die 2000 Wohnungssuchenden gibt. Stadler wohnte außerdem bis zum Sommer in Mühldorf und hatte seit seinem Einstieg in die Spittaler Kommunalpolitik 2009 quasi seinen "Zweitwohnsitz" in der Lieserstadt.
Der für die Wohnungsvergaben zuständige Stadtrat Bernd Sengseis (SPÖ) klärt auf: "Von den 2000 vorgemerkten Wohnungssuchenden sind etwa 800 als dringend einzustufen. Stadtrat Stadler hat die Kriterien zur Wohnungsvergabe seitens des Wohnungsausschusses, der mit Mitgliedern aller Fraktionen besetzt ist, erfüllt. Die Zuteilung dieser Wohnung der Gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft Vorstädtische Kleinsiedlung - wo die Stadtgemeinde das Zuteilungsrecht hat - erfolgte in der Sitzung Anfang Oktober einstimmig." Es hätten sich für diese Wohnung nur zwei Interessenten gemeldet: eine Frau mit Kindern und eben Stadler. Wegen der relativ hohen Kosten für die Wohnung mit dem Mietkaufsystem (rund 15.000 Euro Anzahlung, 700 Euro Miete) und einer Größe von rund 90 Quadratmetern gäbe es laut Sengseis kaum Interessenten. Auch die Bewerberin habe nicht unbedingt auf diese bestanden - wurde im Ausschuss erklärt. "Außerdem ist die Stadt verpflichtet, Wohnungen nicht leer stehen zu lassen", bekräftigt Sengseis den Zuschlag.
Stadtrat Stadler lässt die Kritik an seinem raschen Wohnungserhalt nicht gelten: "Ich habe dringend eine Wohnung benötigt und durch Nachfragen zwei genannt bekommen. Nach der Anmeldung lief das Prozedere, in dem ich keine Bevorzugung wollte, an. Wenn ich keine Wohnung erhalten hätte, würde ich eben weiter eine Wohnung suchen." HELMUT STÖFLIN














Kommentare