Sänger verfallen dem Goldrausch
Walter Unterpirker schrieb für den Männergesangsverein Steinfeld ein Singspiel. Morgen Premiere.
Unseren Altvorderen wollte ich mit diesem Singspiel einen Dank aussprechen", sagt Walter Unterpirker, der den Männergesangsverein Steinfeld seit 1968 leitet und noch in den letzten Proben für "Goldrausch", ein Singspiel in drei Akten, steckt. Er selbst hat die Texte geschrieben und die Geschichte der Marktgemeinde Steinfeld darin verpackt. Das wären die Bergbauindustrie ab dem 15. Jahrhundert und die Vertreibung der großteils protestantischen Bergleute um 1600.
Sagenfiguren
Auszüge der Steinfeld-Sage, wonach die Gemeinde einst Schönfeld hieß und aufgrund frevelnder Bürger verflucht und überschwemmt wurde, und die saligen Frauen, die in den Berghöhlen wohnten und die Knappen vor Gefahren warnten, spielen ebenfalls eine Rolle. "Die Melodien zu den Texten habe ich gestohlen", gesteht Unterpirker. So werden die Zuhörer bei der morgigen Premiere große Opernarien aus der Zauberflöte oder aus Fidelio aber auch einfache Knappen- und Trinklieder, die von Pianist Rudolf Klary musikalisch bearbeitet wurden, hören können. Überraschend ist ein Rap (Sprechgesang), in dem die Knappen ihrer Ausbeutung Ausdruck verleihen.
Gier nach Gold
Seit eineinhalb Jahren bereitet sich der Männerchor auf das vielschichtige Singspiel vor, zu dem auch die Sängerinnen - Gudrun Graf, Brigitte Grübler und Ulli Petutschnig - zur Verstärkung geholt wurden. Das Stück passt in das heutige Zeitgeschehen: War es damals die Gier nach Gold und Macht, sind es heute die Finanzskandale, die ebenfalls im Sog der Gier entstanden sind.
Vorerst sind in Steinfeld zwei Aufführungen (siehe Kasten) geplant, der 32 Mann starke Chor würde sich über Einladungen in andere Gemeinden freuen.
Features
FAKTEN
Singspiel. "Goldrausch" wird am 25. und 26. November im Kultursaal Steinfeld, um 20 Uhr, aufgeführt. Karten unter Telefon: (0 47 17) 200 57.












