Köfer sagt Bezirk "Adieu"
SPÖ-Bezirksobmann Gerhard Köfer will sich verstärkt aufs Bürgermeisteramt konzentrieren, legt politische Funktionen im Bezirk nieder.
Zur Überraschung aller hat Gerhard Köfer - Nationalrat und Bürgermeister der Stadt Spittal - in der Bezirksausschusssitzung am Donnerstag den knapp 30 anwesenden SPÖ-Funktionären mitgeteilt, dass er "seine Funktion als Bezirksparteichef zurücklegt. Es ist Zeit, sich in den schwieriger werdenden Zeiten verstärkt auf die Stadt Spittal und das Bürgermeisteramt zu konzentrieren."
Sein Stellvertreter auf Bezirksebene ist der Landtagsabgeordnete Alfred Tiefnig aus Irschen: "Köfer überraschte uns mit seiner Mitteilung gleich zu Beginn der Sitzung. Er hat vor versammelter Mannschaft auch gesagt, dass ich ab sofort seine Geschäfte führen soll." Tiefnig will sich nun vom Bezirksausschuss für diese Arbeit bis zur regulären Jahreshauptversammlung im März 2012 absegnen lassen: "Ich will nicht ,von oben bestellt' sein, sondern will das Okay des gesamten Bezirksparteivorstandes." Auch deshalb, weil Tiefnig schon vor der Gemeinderatswahl 2009 kandidieren hätte sollen, er aber nur wollte, wenn Köfer nicht mehr als Bezirksparteichef angetreten wäre. Köfer kandidierte doch.
Tiefnig: "Es wäre ob der Turbulenzen rund um die Bezirksgeschäftsführungen eine schlechte Optik gewesen, wenn Gerhard damals nicht angetreten wäre." Damals wurde Bezirksgeschäftsführer Glanzer gekündigt, die Parteikasse wies ein Minus auf. "Mittlerweile sind wir wieder gut aufgestellt, haben viele jüngere Funktionäre dazugewonnen. Das beste Beispiel ist Geschäftsführerin Sara Schaar", sagt Tiefnig.
Kein Rücktritt?
Während Köfers Rücktrittsaussage von Tiefnig und medial bestätigt wurde, informierte Köfer die Kleine Zeitung folgend: Nur zur korrekten Information - es ist kein Rücktritt, sondern ich "kandidiere" im Frühjahr 2012 nicht mehr als Bezirksobmann.













