Pizzeria stört Einfahrt zu Luxushotel
Unliebsamer Nachbar. Kauf von desolater Pizzeria durch die Soravia Group, die in Seeboden Hotel errichten will, ist gescheitert. Nun fordert Gemeinde die Instandsetzung des Lokals.

Foto © SteinerDem Anblick dieser Pizzeria sollen zukünftige Gäste eines Luxushotels nicht ausgesetzt werden
Ein Luxushotel mit 340 Betten soll nächstes Jahr in Seeboden von der Soravia Group errichtet werden. Standort ist, wie berichtet, der ehemalige Campingplatz "Haupt" im Osten der Marktgemeinde. Als Zankapfel hat sich jetzt die seit Jahren leer stehende Pizzeria entpuppt. Das verwahrloste Gebäude befindet sich neben der Einfahrt zum Hotel-Areal und wird bei der zu erwartenden internationalen Gästeschicht bestimmt kein gutes Bild abgeben.
Sichtschutzmauer
Das Gebäude ist im Besitz von drei iranischen Brüdern. Der Versuch seitens der Soravia-Group es zu kaufen, ist bisher an zu hohen Preisforderungen gescheitert. Einstweilen wurde von den Bauherren eine 2,5 Meter hohe Sicht- und Lärmschutzmauer links der geplanten Hoteleinfahrt beantragt, deren Errichtung derzeit von Bernhard Wohlmuther, Leiter des Baubezirkamtes Spittal, geprüft wird. Seebodens Bürgermeister Wolfgang Klinar: "Die Gemeinde hat den Besitzern der Pizzeria einen Katalog mit 36 Instandhaltungsmaßnahmen geschickt, die sich im Rahmen der Kärntner Bauordnung bewegen. Hier geht es nicht nur um Optik, sondern auch um Sicherheit."
"Ambitioniertes Ziel"
Die Sichtschutzmauer ist laut Architekt Zaid Al Khafaji ein durchaus akzeptabler Kompromiss. Neben dem 340-Betten-Hotel plant die Soravia Group eine Wohnanlage mit 50 Einheiten zu errichten. Der Verkaufserlös aus den Wohnungen fließt in das Hotel, das von einer der drei internationalen Hotelketten Accor, Hilton oder Radisson betrieben werden soll. Wer zum Zug kommt, klärt sich in den nächsten Wochen. "340 Betten ganzjährig zu füllen, ist zwar ein ambitioniertes Ziel, aber die Hotelketten verfügen über ein internationales Buchungssystem und können auf einen großen Pool von Gästen zurückgreifen", schildert Projektleiter Gerald Gadnik von der Soravia Group.
Features
Fakten:
Hotel. 70 Zimmer und 30 Suiten, mit Zusatzbetten ergeben insgesamt 340 Betten.
Zusatzangebot. Öffentliches Restaurant, Wellnessbereich, Seeterrasse und Tiefgarage.
Übernachtungen. Mit 30.000 bis 50.000 Nächtigungen pro Jahr wird gerechnet.
Investition. 36 Millionen Euro.













