"Ein Haus für die Retter und die Bevölkerung"
Doppelte Freude für die Rotkreuz-Retter: In Spittal wurde am Samstag der neue Bezirksrettungsstützpunkt eröffnet - zugleich wurden zehn Jahre Rettungshubschrauber RK 1 in Kärnten gefeiert.

Foto © StöflinDie neue Rotkreuz-Bezirksstelle Spittal wurde am Samstag im Beisein hunderter Besucher eröffnet, die auch Bergeeinsätze des RK1 mitverfolgen konnten
Hunderte Besucher und unzählige Ehrengäste kamen Samstagvormittag zur Eröffnung der neuen Bezirksstelle des Roten Kreuzes. Im Laufe des Tages waren es tausende Besucher, die sich den neuen, 3,7 Millionen Euro teuren, Rettungsstützpunkt auch von innen ansehen konnten - ebenso mehrere Bergeübungen mit dem Rettungshubschrauber RK 1, der seit genau zehn Jahren in Kärnten - mit Standort Fresach - stationiert ist.
"Dieses Haus mag protzig wirken - doch dieses Haus wurde für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes, deren guten Arbeitsbedingungen und für die Bevölkerung und deren Versorgung im Ernstfall gebaut", sagte Peter Ambrozy, Präsident des Rotkreuz-Landesverbandes in Richtung aufgekommener Kritik. Laut ihm und Bezirksstellenleiter Gerald Bruckmann haben in der Planungsphase Rotkreuz-Mitarbeiter intensiv mitgearbeitet. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Neubau mit einer Nutzfläche von 2162 Quadratmetern nun einsatzbereit - für alle "Blaulicht"-Bereiche im Roten Kreuz. Die 1965 errichtete Bezirksstelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite beherbergt nun die Verwaltung und alle anderen Hilfseinrichtungen. Das Grundstück, das eine bewegte Besitzergeschichte hinter sich hat, stellte die Stadtgemeinde Spittal zur Verfügung. Bürgermeister Gerhard Köfer erinnerte an die Anfänge des Roten Kreuzes in Spittal, federführend war in den 1940er-Jahren Karl Moser.
Rettungsflieger
Seit zehn Jahren ist in Kärnten der Rettungshubschrauber RK 1 stationiert. Zuerst für einige Monate in Klagenfurt, dann für einige Zeit in Spittal und seit 2003 ständig in Fresach. "Wir sind stolz, einen Standort inmitten des damaligen Monopols der Flugrettung in Kärnten erarbeitet zu haben", sagte Ambrozy. Steffen Lutz, Leiter der ARA-Flugrettung, die in Österreich den RK 1 von Fresach und den RK 2 von Reutte (Tirol) aus betreibt, erklärte, dass "alleine in Kärnten seit damals 8000 Einsätze geflogen wurden, Tendenz steigend." Flugarzt Dieter Kopper ist seit Betriebsbeginn des RK 1 dabei, am Samstag brachte er mit Flugretter Robert Schleiner den Haustorschlüssel zum neuen Rettungsstützpunkt.
Monika Peitler aus Rennweg, selbst Freiwillige im Roten Kreuz Spittal, gestaltete für das neue Haus eine lebensgroße Skulptur aus Holz und Stahl.
Features
Das Rote Kreuz im Bezirk
Geschichte: Gegründet um 1940 mit drei Einsatzfahrzeugen. 1965 erfolgte der Neubau am heutigen Standort in der Koschatstraße, 1997 wurde dieser erweitert.
Einsatzstellen: Neben der Bezirksstelle in Spittal gibt es fünf Ortsstellen mit eigenen Fahrzeugen sowie 29 Ortsstellen ohne Fahrzeug.
Heute: Gibt es im Bezirk 36 Einsatzfahrzeuge, rund 500 freiwillige RK-Helfer, 80 berufliche Mitarbeiter, 40 Zivildiener - sie leisten pro Jahr 243.000 Einsatzstunden.












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