"Oberexperte" gehört in Kanalausschuss
Bei der Bildung eines fünften Ausschusses im Gemeinderat von Oberdrauburg kam es zu heftigen Diskussionen über dessen Besetzung.
Dass ein Kanalausschuss in der Marktgemeinde Oberdrauburg gebildet wird, wurde schon bei der Gemeinderatssitzung im Frühjahr beschlossen. Hoher Arbeitsaufwand und laufende Probleme - so stehen unter anderem bereits Sanierungen in diesem Bereich an - gaben Anlass diesen fünften Ausschuss zu bilden.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung brach eine heftige Diskussion um die Besetzung dieses neuen Gremiums aus. Wie viele Mandatare, Vertreter welcher Listen und wer den Vorsitz haben soll - das wurde lange diskutiert. Amtsleiter Martin Lackner erklärte, dass von der Anzahl her rechtlich alles möglich sei. Bei einem Vierergremium würde sich die Besetzung mit zwei Funktionären von der ÖVP und jeweils einem von SPÖ und FPK anbieten. Wenn man sich auf fünf Ausschussmitglieder einigen sollte, könnte man zwei von der ÖVP, zwei von der SPÖ und einen Mandatar aus den Reihen der Freiheitlichen nehmen.
Stückzahl
Gemeinderat Kurt Oberlerchner (SPÖ) plädierte dafür, dass alle vier Fraktionen - also auch die Initiative Aufschwung Oberdrauburg (IAO) - im Kanalausschuss vertreten sein soll. "Ich selber will aber nicht in den Kanalausschuss", erklärte Oberlerchner. Daraufhin forderte Vizebürgermeister Stefan Brandstätter (ÖVP) Oberlerchner auf, "sich als Oberexperte in den Ausschuss einzubringen". Oberlerchner schlug dann vor, den Ausschuss mit fünf Mandataren zu besetzen und auch gleich Personen und Kompetenzen festzulegen.
Gemeinderat Robert Schreier (IAO) wunderte sich, dass "wir weder bei einem Vierer- noch einem Fünferausschuss dabei sind. Das hättet ihr uns vor der Beschlussfassung über die Bildung eines Kanalausschusses sagen können". Schlussendlich schlug Bürgermeister Hubert Schnedl (SPÖ) einen Fünferausschuss vor. Dieser wurde mit einer Gegenstimme von Mark Preiml (IAO) beschlossen.













