Kleiner Erfolg gegen Postschließungspläne
Rund um die Schließung der beiden Postämter in Spittal gibt es bereits Vorarbeiten. Ein Hoffnungsschimmer ist jetzt, dass die geplante Absiedelung der Zustellbasis abgesagt wurde.

Foto © StöflinDas Postamt 9802 siedelt in die Bawag und das Gebäude am Egarterplatz wird verkauft
Unser Exklusivbericht über die bevorstehende Schließung der beiden Postämter in der Stadt Spittal hat für große Aufregung gesorgt. Es wurde bekannt, dass die Post vor wenigen Tagen bei der Regulierungsbehörde RTR die Schließung beider Postämter in der Stadt Spittal angemeldet hat. Demnach soll heuer das Postamt 9800 nahe dem Bahnhof zugesperrt werden, das Postamt 9802 am Egarterplatz im Stadtzentrum soll 2012 in die Bawag-Filiale in der Bahnhofstraße übersiedeln. Laut Post-Pressesprecher Stephan Fuchs "wird die Liegenschaft am Egarterplatz verkauft, jene in Bahnhofsnähe soll im Besitz der Post bleiben".
Durch die Schließung der Postämter werden vor allem Firmen ein Problem bekommen: Es gibt keinen Platz für einen sogenannten Großschalter, an dem größere Pakete oder Massensendungen aufgegeben werden können. "Es waren bereits Postmitarbeiter in der Bawag-Filiale, die diese vermessen haben. Daher ist dieses Platzproblem zumindest bekannt", sagt Bernhard Koppitsch, der stellvertretende Landesvorsitzende in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten, er sitzt zugleich im Personalausschuss der Post.
Abgewendet
Einen kleinen Erfolg in der Spittaler Postschließung hat die Personalvertretung bisher erreicht: "Durch intensive Verhandlungen haben wir die Verlagerung der Zustellbasis, die im Gebäude des Postamts 9800 untergebracht ist, abwenden können", erklärt Koppitsch. Es war angedacht, diese im Zuge der Schließung von Spittal nach Möllbrücke zu transferieren. Dann wären die rund 40 Briefträger jeden Morgen von dort aus in ihre Zustellgebiete ausgeschwärmt.
Verunsichert
Wegen der Veränderung sind die Mitarbeiter verunsichert. "Wir wissen nicht, was uns blüht, wohin wird es uns verschlagen?", sagen Postmitarbeiter, die aber ungenannt bleiben wollen. Auch für Koppitsch bleibt vieles unklar: "Es hat bei bisherigen Schließungen nie Kündigungen gegeben. Entweder scheiden Mitarbeiter von selbst - etwa durch Pensionierung - aus dem Postdienst aus, oder sie werden in anderen Rayonen eingesetzt - aber niemand weiß wo."
Schnell reagiert hat die Post, als bekannt wurde, dass der Spittaler Ex-SPÖ-Politiker Philipp Glanzer gestern eine Unterschriftenaktion gegen die Schließungen startete: Die Mitarbeiter erhielten von Klagenfurt aus das Verbot, in den Postämtern Listen auflegen zu lassen. Bürgermeister Gerhard Köfer reagiert vorerst nur damit, dass er "umgehend Bescheid geben werde, wenn er korrekte Informationen zum Thema habe".












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