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Zuletzt aktualisiert: 27.08.2011 um 20:16 UhrKommentare

Nun Widerstand gegen zweiten "Ersatzmast"

Ein 30 Meter hoher Handymast soll in Spittal 40 Meter vor 44 Genossenschaftswohnungen errichtet werden. Mieterin Karin Gritschacher startet Unterschriftenaktion gegen dieses Vorhaben.

Die Probleme im "Handy-mast-Streit" zwischen Stadtgemeinde Spittal und T-Mobile gehen weiter: Jetzt regt sich auch am zweiten "Ersatz-Standort" (jenem in der Ponau), den die Kommune T-Mobile vorgeschlagen hat, Widerstand. Vor Kurzem lud die Stadtgemeinde zur Bauverhandlung auf das Gelände der Strabag-Zentrale. Hier erfuhren Anrainer erstmals, dass ein rund 30 Meter hoher Handy-mast in der östlichsten Ecke des Bauhofes errichtet werden soll (roter Strich im Bild). Allerdings steht dieser nur etwa 40 Meter entfernt von zwei Wohnblöcken der Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Kärntnerland.

Bei der Verhandlung vor Ort sagte Kärntnerland-Geschäftsleiter Robert Prenner, dass "die Einladung zu kurzfristig erfolgte und dadurch die 44 Mieter, die zugleich Miteigentümer der Gebäude sind, nicht zeitgerecht zur Verhandlung geladen werden konnten. Der Beamte akzeptierte dies und vertagte." Dies bestätigte auf Anfrage auch Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer: "Dem Antrag der Anrainer wurde vonseiten der Stadtgemeinde natürlich stattgegeben."

Jetzt ist aber auch eine Bürgerinitiative gegen diesen Handy-masten im Entstehen: Karin Gritschacher, eine der 130 Bewohner der Kärntnerland-Häuser, initiierte eine Unterschriftenaktion gegen diesen Handymast-Standort: "In Sachen Strahlung gibt es noch viele offene Fragen, sie birgt auch gewisse Gefahren, die latent vorhanden sind. Der Mast steht viel zu nahe an den Häusern." Dieser Meinung ist auch Prenner: "Der Mast soll 30 Meter hoch werden, die Häuser sind nur zwölf Meter hoch. Warum dieser Mast vor unserer Haustür stehen soll, verstehe ich nicht, wo doch der Strabag-Bauhof groß genug ist. Durch diesen Standort werden unsere Wohnungen sehr stark wertgemindert."

Widerstand in Oberdorf

Der geplante Handymast ist der zweite Ersatzstandort für das "Bauverbot" eines Masten ebenfalls in der Ponau - nur wenige hundert Meter entfernt.

Ein "Ersatz-Mast" soll im Ortsteil Oberdorf errichtet werden, am westlichen Ende der Stadt. Dort gab es Anfang Juli eine Bauverhandlung, wo sich ebenfalls Widerstand der Anrainer regte. Mittlerweile wurde seitens der Stadtgemeinde eine Baugenehmigung erteilt - aber: "Es folgten Einsprüche der Anrainer über Rechtsanwalt Robert Steiner. Diese Einsprüche werden in der nächsten Stadtratssitzung behandelt", erklärte Bürgermeister Köfer. Anrainer Sepp Kleinsasser sagt: "Neben der Berufung habe ich auch einen Ersatzstandort höher oben auf dem Hang angeboten. Doch ich habe bis dato von niemandem eine Antwort bekommen."


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