Verwirrung am Weißensee: "Tagesticket wäre ungesetzlich"
Benutzer von gebührenpflichtigen Parkplätzen in der Naturparkregion Weißensee sind verwirrt: Drei-Stunden-Ticket ist zugleich Tagesticket.

Foto © WeißenseeinformationDer Gratis-Transport mit dem Naturparkbus am Weißensee wird durch die Bewirtschaftung von rund 600 Parkplätzen finanziert
Die Naturparkregion Weißensee hat ein ausgeklügeltes Mobilitätskonzept, um den Individualverkehr in den Ortschaften rund um den See möglichst gering zu halten. Nahe der Techendorfer Brücke befinden sich vier bewirtschaftete Parkplätze, in Neusach zwei, in Naggl einer und einen weiteren gibt es in Praditz, der aber im Sommer gratis ist. Insgesamt stehen den Tagesgästen so 600 gebührenpflichtige Stellflächen zur Verfügung. Die zeitliche Begrenzung und der Zustand der Parkplätze sorgen allerdings immer wieder für Unmut. Kritisiert werden die geringe maximale Parkdauer von drei Stunden sowie der Zustand der nur geschotterten Parkplätze. Bürgermeister Josef Weichsler: "Wir informieren die Benützer, dass man mit einem Drei-Stunden-Ticket automatisch ein Tagesticket löst. Leider können wir von der Gesetzeslage her kein Tagesticket anbieten, da es diese Regelung im Land Kärnten noch nicht gibt. Es liegt dazu ein Initiativantrag im Landtag, der bisher noch nicht behandelt wurde."
Würde die Gemeinde Weißensee sich über diese Verordnung hinwegsetzen, würde die Verfolgung der Parkstrafen nicht mehr die Bezirkshauptmannschaft machen, die Gemeinde müsste einen Rechtsanwalt damit betrauen. Mit den Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung wird der Naturparkbus finanziert. Dieser fährt gratis zwischen acht und 20 Uhr alle Ortschaften am See an. Weiters gibt es von 20 bis 23 Uhr einen Rufbus, das Ticket kostet am Abend zwei Euro.









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