Fahrverbot auf das Stubeck
Tourismusreferent von Gmünd kritisiert Fahrverbot auf den Hausberg. Die Weggemeinschaft beruft sich auf eine Empfehlung der Agrarbehörde.

Foto © kkFür die Stubeck Straße, die bis zum Fuße des Stubecks führt, wurde ein Fahrverbot verhängt
Warum sperrt man die Bevölkerung plötzlich vom Berg aus, obwohl die Straße zum Stubeck immer frei zugänglich war", fragt sich Vizebürgermeister Claus Faller aus Gmünd. Als zuständiger Referent für Tourismus bezieht er sich auf eine Fahrverbotstafel, die vor wenigen Tagen am Beginn der Stubeck Straße aufgestellt wurde. Darauf ist zu lesen, dass auf dem Privatweg "AAW Stubeck-Sonnalm" Fahrverbot herrscht. Ausgenommen sind Berechtigte und Gäste der Frido-Kordon-Hütte und Wölflbauer-Hütte.
Rechtliche Gründe
Willi Staudacher, Obmann der Bringungsgemeinschaft mit 110 Mitgliedern und Pächter der Frido-Kordon-Hütte, sagt, das Fahrverbot hätte rechtliche Gründe: "Ein Jäger, der am Berg eine Jagdhütte gepachtet hat, wollte sich das Wegerecht erschleichen. Der Jagdverpächter hat weder einen Weganschluss noch trägt er zur Erhaltung bei." In der jüngsten Vollversammlung wurde beschlossen, die Tafel auf Empfehlung der Agrarbehörde Villach aufzustellen. Sie prüfte den Fall und kam zu dem Schluss, dass "die Jagdhütte an der Bringungsgemeinschaft nicht beanteilt ist und somit aus der Pachtung der Hütte kein Fahrtrecht abgeleitet werden kann". Ausflugsgäste sind laut Staudacher natürlich willkommen: "Die Straße ist mautfrei, wir wollen aber das Bewusstsein dafür schärfen, dass sie 110 Berechtigte erhalten. Als Hüttenbetreiber, die anteilsmäßig viel mehr zahlen, wünschen wir uns, dass Besucher auch einkehren."
Features
Fakten:
Paradies. Das Stubeck (2370 m) wird von der Stadt Gmünd als Wander-, Mountainbike- und Schitouren-Paradies beworben. Im Winter sind Rodelpartien auf der sechs Kilometer langen Straße sehr beliebt.
Straßenerhalter. Die AAW Stubeck-Sonnalm ist eine Bringungsgemeinschaft mit 110 Mitgliedern. Sie alle tragen zur Erhaltung der Privatstraße bei. Um knapp 2000 Euro kann man sich in die Weganlage einkaufen. Jährlich werden pro Anteil zehn Euro zur Erhaltung verrechnet.














