Fels bedroht die Straßen
Nach Felssturz wird Mölltalstraße in Obervellach eine Woche lang nur erschwert passierbar sein. Auch Katschberg Bundesstraße nahe Trebesing bleibt ein Problem.

Foto © KLZAußenposten behalten die Absturzstelle ober der Mölltalstraße im Auge
Trotz relativ guten Wetterbedingungen in den vergangenen Wochen "leiden" einige Straßen unter Felsstürzen: Der jüngste derartige Vorfall erfolgte Samstagvormittag in Obervellach nahe Söbriach. "Dort lösten sich etwa 100 Kubikmeter Gestein gut 150 Meter oberhalb der Mölltal Bundesstraße, einige kleinere Felsbrocken schleuderte es bis auf die Straße. Wir kennen den Grund nicht, warum sich hier Fels losgelöst hat. Einen aktuellen Anlass wie in der kalten Jahreszeit - etwa die Temperaturschwankungen - hat es hier nicht gegeben", sagte Landesgeologe Franz Goldschmidt.
"Aus Sicherheitsgründen haben wir die Mölltalstraße in der Nacht von 19 bis 7 Uhr gesperrt; am Tag ist die Straße beschränkt befahrbar. Außenposten behalten die Abrissstelle im Auge, um im Ernstfall die Straße zu sperren. Wir haben am Montag mit Sicherungsmaßnahmen begonnen, als Erstes wird der bestehende Schutzwall um fast 100 Meter verlängert", erklärt Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
Behinderungen
Allerdings wird die Straße nahe Söbriach etwa eine Woche in der Nacht gesperrt bleiben. Neben der Verlängerung des Schutzwalls wird laut Landesgeologe Richard Bäk durch die Wildbach- und Lawinenverbauung in Innsbruck eine Simulation durchgeführt, um die weiteren Maßnahmen zu erarbeiten.
Keine Entwarnung gibt es im Liesertal: Die Katschberg Bundesstraße nahe Trebesing - wo der Felssturz vor neun Tagen erfolgt - wird morgen bei der erneuten Begehung durch den Landesgeologen kaum freigegeben werden können. Bäk: "Wir haben beim Abräumen viel loses Material gefunden, ich hoffe, dass wir die Straße wenigstens einspurig öffnen werden können."














