Aktionskünstler in der Spittaler Innenstadt
Künstler aus Brasilien zu Gast bei Reinhard Schell.
Man soll sich nicht wundern, wenn morgen von 10 bis 12 Uhr in der Spittaler Innenstadt ein Mann mit einer Klobrille um den Hals unterwegs ist. Ein Spinner? Nein, es ist ein Künstler aus Brasilien, der seine kritische Haltung zum Thema "aktuelle Kunst" auf diese Art zeigt. Es ist Fabio di Ojuara (53) aus Natal in (Nord-)Brasilien. Fabio war 2007 als Gastkünstler in Gmünd und 2009 in Klagenfurt tätig und weilt derzeit in Spittal bei Reinhard Schell. Er bewegte sich in dieser Aufmachung vor zwei Wochen in der Wiener Innenstadt und erregte viel Aufsehen: "Meine Aktion ist eine Warnung vor dem drohenden Tod der Kunst", sagt der 53-Jährige, der so eine Woche später bei der Eröffnung der Biennale in Venedig auftreten wird.
Schell hat durch seine Gattin Veronika - sie stammt aus Natal - den Künstler in Brasilien kennengelernt und von ihm die Technik des Alugießens erlernt. Das war 2006 - seither gestaltete Schell zahlreiche Skulpturen mit dieser Technik. Derzeit ist er dabei, eine solche für ein Spittaler Seniorenheim zu gestalten. Gesponsert wird Fabios Spittal-Aufenthalt durch den Verein "AustriaBrasil", dessen Obfrau Veronika Schell ist. HELMUT STÖFLIN













