Gemeinde Stall: Das "Aufräumen" beginnt
Die schwer verschuldete Gemeinde Stall setzt mit Sanierungskonzept, Kredit und Schuldenauslagerung Schritte zur Behebung ihrer Misere.

Foto © StöflinIm Gemeindeamt Stall geht man nun an die Sanierung des schwer verschuldeten Gemeindehaushaltes
Drei Millionen Euro Schulden entdeckten 2010 die Prüfer des Landes Kärnten im Haushalt der Gemeinde Stall, es fehlen Beschlüsse für Vorhaben oder auch das Kassabuch. Nach langem Hin und Her zwischen Kommune und Gemeindeabteilung wurden nun Schritte zur Sanierung gesetzt: Im Gemeinderat wurde ein Sanierungskonzept beschlossen. Dieses besagt, dass alle Einnahmen der Kommune (wie Bedarfszuweisungen, Mölltalfonds) für die Schuldentilgung eingesetzt werden müssen. Fünf Jahre lang darf kein Projekt begonnen werden, die Schulden sind in eine KG auszugliedern. Nach dem Beschluss der KG wurde ein 1,5-Millionen-Euro-Kredit beschlossen. Und 15 Projekte wurden ohne Bedeckung sanktioniert. Aber nur mit den Stimmen von SPÖ und FPK. ÖVP und Namensliste (NL) enthielten sich meist der Stimme, weil "der Bürgermeister keine Unterlagen vorlegt", sagte Vizebürgermeister Christian Fercher (NL).
Voranschlag
Weil der Voranschlag 2011 ob der großen Probleme auch mehrfach geändert und von den Prüfern bearbeitet werden musste, wurde er erst im Gemeinderat am Samstag behandelt. Bürgermeister Peter Ebner (SPÖ) erklärte, dass dieser "ein Minus von 156.000 Euro aufweist". NL und ÖVP kritisierten dabei, dass unterschiedliche Zahlen vorliegen würden. Kontrollausschussobmann Günter Ranacher (ÖVP) sagte, dass "Gravierendes nicht passt, 30 Punkte sind offen!" Ebner versprach, dass im Nachtragsvoranschlag alles nachgeholt werde.












