Liftbetreiber fuhren akzeptable Bilanz ein
Oberkärntens Bergbahnenbetreiber schließen durchwegs an das gute Vorjahresergebnis an. Es gab weder große Steigerungen noch Umsatzeinbußen. Ausnahme: Bad Kleinkirchheim.
W ir werden das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten einfahren", sagt Rudolf Egger, Chef der Bergbahnen in Bad Kleinkirchheim nicht ohne Stolz. "Es ist uns gelungen, den heimischen Markt zu erschließen und die Urlaubsgäste im eigenen Schigebiet zu halten. Das heißt, dass weniger Gäste auf die Turrach gefahren sind", schildert Egger. Die gut bewältigte Krise ist für Egger aber kein Anlass, nicht über die Zukunft nachzudenken. "Um mit den Top-Schigebieten mithalten zu können, stehen auch bei uns demnächst größere Investitionen an."
Doppelt so viel Kunstschnee
Entgegen des Trends rückläufiger Schifahrer, zeigt sich Josef Bogensperger, Juniorchef der Bergbahnen am Katschberg, mit dem Verlauf der Saison zufrieden: "Wie werden von der Gästezahl her wie im vergangenen Jahr abschließen, und das war bereits ein sehr gutes Jahr. Der Dezember war ein eher schwacher Monat, dafür umso stärker Jänner, Februar und März. Allerdings hat uns die künstliche Beschneiung in dieser Saison einiges gekostet. Durchschnittlich produzieren wir 400.000 Kubikmeter Schnee pro Winter, dieses Jahr dürften es mehr als 800.000 Kubikmeter sein." Wenn das Wetter zu Ostern gut ist, verspricht sich Bogensperger noch ein gutes Geschäft mit Spontanurlaubern. Aufgrund des Schneemangels ist die Saison in Heiligenblut im Dezember schleppend und zwei Wochen später als geplant angelaufen, Jänner und Februar haben einiges wieder wettgemacht. Peter Zauchner, Geschäftsführer der Heiligenbluter Bergbahnen: "Wir werden das Level vom Vorjahr halten können, unsere Zielsetzung aber nicht ganz erreichen. Das Gästeplus wird höchstens ein Prozent ausmachen."
Skyliner zog Gäste an
Das Schigebiet Goldeck lebt von Tagesgästen, weil es in Spittal wenig Beherbergungsbetriebe gibt. "Im Vergleich zu 2010 haben wir eine Steigerung von drei Prozent. Das zeigt uns, dass der Zuspruch gegeben ist. Natürlich hat auch der neue Skyliner seinen Teil beigetragen", sagt Betriebsleiter Josef Autischer.
Zu Ostern gut gebucht
In Kärntens größtem Schigebiet, dem Nassfeld, gibt es laut Christian Krisper, dem Vorstand der Nassfeld Promollo AG, weder nennenswerte Steigerungen noch gröbere Verluste: "Bevor die Saison nicht vorbei ist, werde ich keine Zahlen preisgeben. Wir befinden uns im Großen und Ganzen auf dem Stand des Vorjahres. Die Buchungslage zu Ostern ist gut, entsprechend optimistisch blicken wir dem Saisonende entgegen." In der Innerkrems ist die Saison laut Seilbahnbetreiber Franz Kohlmaier "normal" verlaufen: "Allerdings waren die Semesterferien schwach gebucht, das wird sich am Saisonende auch in der Jahresbilanz niederschlagen." Wie berichtet, plant die Tourismusregion im Sommer mit einem neuen Marketingkonzept zur Steigerung der Gästefrequenz, neu durchzustarten.
Mölltaler Gletscher
Am Mölltaler Gletscher wird der Betrieb erst am 15. Mai eingestellt, allerdings nur für die Zeit der fünfwöchigen Revisionsarbeiten. Martha und Heinz Schulz betreiben neben dem Gletscher auch das Schigebiet Ankogel in Mallnitz. Beide waren trotz intensiver Bemühungen für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Features
ENDE DER WINTERSAISON
Sommerpause. Nach einer für die meisten Oberkärntner Schigebiete zufriedenstellend verlaufenen Saison steht die Sommerpause bevor:
3. April. Innerkrems und Goldeck sind noch bis 3. April in Betrieb, Bad Kleinkirchheim bei guter Schneelage noch bis 10. April.
10. April. Der Betrieb der Liftanlagen am Ankogel (Mallnitz) wird am 10. April eingestellt.
25. April. Über Ostern halten die Bergbahnen Katschberg, Nassfeld und Heiligenblut (bis 26. April) die Stellung.













