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Zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 um 20:16 UhrKommentare

Heiligenblut heizt biologisch ein

Franz Aschbacher und zwei Hoteliers gründeten die "Bioenergie Heiligenblut" zur Realisierung einer Biomasseanlage. Kosten: 2,1 Millionen Euro.

Zeitgemäße Bioenergie wird es zur nächsten Heizsaison auch in Heiligenblut geben. Der Wunsch danach besteht seit 2003, erst nach zähen Verhandlungen ist es Franz Aschbacher, dem Bioenergiepionier aus Rennweg, gelungen, die Kaufverträge für ein örtliches Sägewerk, samt umliegender Grundstücke, unter Dach und Fach zu bringen.

Baubeginn für das Heizwerk ist Ende April. 20 Objekte, darunter viele Hotels werden sich anschließen. Für Aschbacher ist es das sechste Biomasse-Heizwerk, das er im Bezirk Spittal realisiert: "Das Sägewerk ist die ideale Lagerhalle für das Hackgut, das Heizhaus wird dazugebaut, ebenso wie die Verbindungsleitungen im Ausmaß von 3000 Metern Länge." Betreiber des Bioenergie-Heizwerks mit einer Leistung von 2000 kW sind Franz Aschbacher als Geschäftsführer und die beiden größten Hoteliers, die Familie Pichler vom Glocknerhof und Gabor Orsos vom Hotel Heiligenblut.

Streit beigelegt

2,1 Millionen Euro werden investiert, die Bauarbeiten werden überwiegend von der Firma Fürstauer Bau aus Winklern übernommen. Heiligenbluts Bürgermeister Josef Schachner freut es, dass sich die heimischen Unternehmer umweltfreundlicher Energie verschrieben haben und, dass der Nutzungskonflikt mit dem Sägewerk "Mölltaler Rundholz Seibald & Bäuerle" bereinigt wurde. Zwischen dem angrenzenden Campingplatzbetreiber und den Sägewerkern loderte nämlich seit Jahren ein Nachbarschaftsstreit.

MARTINA PIRKER

BIOWÄRMEPIONIER

Person. Der 40-jährige Rennweger Franz Aschbacher errichtete 2000 als Geschäftsführer der Astra Biowärme ein Heizwerk in Rennweg. 2002 folgte ein weiteres am Katschberg. 2006 wurde die Bioheizanlage für Seeboden gebaut, 2009 folgten eine Bioheizanlage in Kremsbrücke und eine Heizanlage für den Waltlwirt in Trebesing.

Investition. Seit 2000 hat der Unternehmer zehn Millionen Euro investiert. Durch die sechs Bioheizwerke werden jährlich 3,5 Millionen Liter Öl eingespart.

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