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Zuletzt aktualisiert: 15.02.2011 um 10:05 UhrKommentare

Zu hohe Feinstaub-Werte

Bereits 18 Mal wurden die erlaubten Tagesgrenzwerte in diesem Jahr in Spittal überschritten. Wetterlage und Hausbrand sind ausschlaggebend.

Die Feinstaub-Messanlage in der 10.-Oktober-Straße in Spittal zeigte in diesem Jahr 18 Mal zu hohe Werte an

Foto © PirkerDie Feinstaub-Messanlage in der 10.-Oktober-Straße in Spittal zeigte in diesem Jahr 18 Mal zu hohe Werte an

Man kann sie nicht sehen, aber man atmet sie täglich ein: winzig kleine Feinstaub-Partikel, die sich vor allem in den vergangenen Wochen vermehrt in der Stadt Spittal ausbreiteten. In diesem Jahr wurde in Spittal der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bereits 18 Mal überschritten.

In Österreich darf dieser Grenzwert an maximal 25 Tagen pro Jahr überschritten werden, denn eine zu hohe Feinstaub-Belastung macht erwiesenermaßen krank. Herz-Kreislauf-Krankheiten, Asthma, Bronchitis und diverse Entzündungen sind laut dem anerkannten Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Universität Wien Folgen von zu hoher Feinstaub-Belastung.

Alternative Brennstoffe

Bernd Sengseis, Stadtrat und Umweltreferent von Spittal, weiß um die zu hohe Feinstaub-Belastung der vergangenen Tage: "Ausschlaggebend sind neben der Inversionswetterlage Hausbrand und Straßenverkehr. Die Stadt ist dabei, einen Betreiber für eine Nahwärmeanlage zu finden, damit wäre ein Großteil der Feinstaub-Belastung gebannt. Ich appelliere auch an die Bürger, auf alternative Brennstoffe umzusteigen und die 30-km/h-Verordnung in der 10.-Oktober-Straße einzuhalten." Dort steht nämlich die Feinstaub-Messstation.

Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung des Landes, führt die Staubbelastung auf das Wetter zurück: "Dadurch, dass die warme Luftschicht im Gebirge auf der kalten Luft im Tal liegt, kommt es zu keinem Luftaustausch. Dieses Phänomen haben wir derzeit in ganz Kärnten. Stärker belastet sind aufgrund der Beckenlage das Lavanttal und Klagenfurt." Tschabuschnig glaubt, dass es in Spittal trotzdem zu keiner Überschreitung der im EU-Raum erlaubten Grenzwerte an 35 Tagen im Jahr kommen wird.

MARTINA PIRKER

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