Parkgebühr zugunsten intakter Natur
Gemeinde und Bevölkerung am Weißensee-Westufer beginnen nun mit der schrittweisen Umsetzung von "sanfter Mobilität und Tourismus".
Nach der kürzlich stattgefundenen Präsentation ihres Konzeptes der sanften Mobilität diskutierten die Weißenseer Mandatare mit der Bevölkerung über die nächsten Schritte. Hatte die Gemeindeführung im Vorfeld der Bürgerinformation im Weißenseehaus Mittwoch einigen Widerstand erwartet, so "war es ein konstruktiver Abend, der auch so manche guten Vorschläge gebracht hat", resümierte Bürgermeister Johann Weichsler.
"Im Sommer waren schon viele Einheimische und Gäste ,sanftmobil' mit etwa 70 Elektro-Scooter und -Fahrrädern unterwegs", erklärte Gemeindevorstand Franz Schier. Jetzt setzt man erste Taten: "Wir werden auf den Parkplätzen per Automat Gebühren einheben, wir bitten die Tagesgäste um Verständnis. Das dient alles einer intakten Umwelt im Naturpark Weißensee, die wir gemeinsam in Zukunft nutzen und genießen sollen", sagte Schier. Als "Zuckerl" stellte er "eine Refundierung der Parkgebühr bei Nutzung der Bergbahn" in Aussicht. Einwände betrafen vor allem der Umstand, dass es viele Betriebe am See gibt, die von Lieferanten angefahren werden müssen. "Auch das werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam lösen, denn weitere 15 Jahre Diskussion zum Thema können und wollen wir uns nicht leisten", sagte Schier. Drei Arbeitsgruppen wurden gebildet.
Wer fährt wie
Daten der Verkehrszählung präsentierte Verkehrsplaner Johann Rauer: So sind in der Hochsaison täglich 4800 Menschen zwischen den Orten Techendorf und Neusach unterwegs. "Egal, ob Bade- oder Regentag, selbst die Verkehrsströme bleiben annähernd gleich", sagte Rauer. 29 Prozent sind zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs, bei den Gästen in der Saison sind es 48 Prozent.













