Neunjährige kämpft für Spielplatz
Um die Sanierung des Spielplatzes kämpft Sara-Maria Presslaber (9) aus Stall seit einem Jahr. Die Gemeinde hat kein Geld, deshalb wandte sie sich an den Landeshauptmann.

Foto © LiebhartJunge, engagierte Gemeindebürgerin fordert seit einem Jahr die Sanierung des desolaten Spielplatzes in Stall: Sara-Maria Presslaber
Mit ihren neun Jahren ist Sara-Maria Presslaber aus Stall bereits eine engagierte junge Gemeindebürgerin: Sie stört es schon länger, dass der örtliche Spielplatz, auf dem sie sich mit ihren Freundinnen immer gerne aufhielt, in einem so desolaten Zustand ist, dass dort ans Spielen nicht mehr zu denken ist. "Zum Teil sind die Spielgeräte kaputt, Glasscherben liegen auch herum", schildert die Schülerin.
15 Kinder machten mit
Vor einem Jahr marschierte sie alleine in das Gemeindeamt und bat Amtsleiter Hannes Brandtner, dass der Spielplatz instand gesetzt werde. Er schickte sie mit der Begründung "dafür haben wir kein Geld" wieder nach Hause. "Ich dachte mir, dann bitte ich den Herrn Landeshauptmann um Geld." Mithilfe von Mama Karla schrieb sie an Landeshauptmann Gerhard Dörfler und bat ihn um Unterstützung, 15 Kinder schlossen sich an. Die Antwort kam von Iris Raunig, der Landeskindergarteninspektorin, die mitteilte, dass dafür der Bürgermeister zuständig ist. Daraufhin wurde die Neunjährige mit ihren Freundinnen und Mama bei Bürgermeister Peter Ebner (SPÖ) vorstellig. "Er sagte uns, dass kein Geld da ist, aber er hat uns versprochen, sich um Sponsoren zu bemühen", sagt Karla Presslaber.
Große Enttäuschung
Weil sich am Spielplatz nichts tat, kontaktierte das Mädchen nochmals den Landeshauptmann. Inzwischen hat das Mädchen die schriftliche Zusage von Dörfler, dass er die Spielplatzsanierung mit 700 Euro unterstützen wird. Dieses Schreiben hat die Schülerin an den Bürgermeister, die Vizebürgermeister Dorothea Pirker (FPK) und Christian Fercher (Namensliste ULS) sowie Günter Ranacher (ÖVP) übergeben. Noch hat sich nichts getan. "Alle Gemeindepolitiker haben auf Wahlplakaten einen ordentlichen Kinderspielplatz versprochen", zeigt sich Sara-Maria enttäuscht.












